Entschuldung noch nicht aufgegeben
Biodata: Finanzielle Mittel reichen bis Januar

Die finanziellen Mittel des IT-Sicherheitsspezialisten Biodata reichen voraussichtlich noch bis Ende Januar 2002, um den Geschäftsbetrieb fortzuführen. "Entsprechend dem heutigen Kenntnisstand lässt sich davon ausgehen, dass es spätestens Ende Januar zur Eröffnung des endgültigen Insolvenzverfahrens kommt", teilte das im Nemax 50 gelistete Unternehmen in einer Presseveröffentlichung mit.

Reuters FRANKFURT. Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters Fritz Westhelle sei es, den Betrieb mit einigen Mitarbeitern weiter zu führen und die Biodata AG eventuell in Form eines Insolvenzplans zu entschulden. Gespräche mit möglichen Investoren, die an einer Übernahme interessiert seien, sollten parallel geführt werden.

Am Dienstag hatte das Amtsgericht Korbach ein vorläufiges Insolvenzverfahren über Biodata eröffnet. Zuvor hatte der IT-Sicherheitsspezialist den Angaben zufolge als erstes Unternehmen aus dem Auswahlindex des Neuen Marktes wegen Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Am Donnerstag hatte das Land Hessen Biodata eine Landesbürgschaft zugesagt, falls der Insolvenzverwalter des Unternehmens ein tragfähiges Konzept vorlegt. "Das Land steht bereit, bei einem tragfähigen Konzept das Unternehmen zu unterstützen", sagte ein Sprecher des hessischen Wirtschaftsministeriums der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Zur Höhe der möglichen Bürgschaft wollte sich der Sprecher nicht äußern. Ein Biodata-Sprecher bestätigte die Verhandlungen mit dem Land Hessen. "Ein Abschluss liegt aber noch nicht vor", sagte der Sprecher.

Der Aktienkurs des IT-Sicherheitsspezialisten fiel am Freitag in einem leichter tendierenden Gesamtmarkt bei sehr hohen Umsätzen um 2,6 % auf 0,75 Euro.

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