Entsetzen in Cottbus
17-jährige Schülerin getötet

Ein Gewaltverbrechen an einer 17-jährigen Schülerin hat in Cottbus Entsetzen ausgelöst. Eine Spaziergängerin hatte am Donnerstagmorgen auf einem Spielplatz die Leiche der jungen Frau gefunden.

HB/dpa COTTBUS. "Die Obduktion ergab, dass die Schülerin durch massive Gewalteinwirkung getötet wurde", sagte eine Sprecherin der Cottbuser Staatsanwaltschaft am Freitag. Sie sei erdrosselt worden. Für eine Sexualstraftat gebe es bisher keine Anhaltspunkte.

Das Polizeipräsidium in Frankfurt (Oder) bildete eine 21-köpfige Ermittlungsgruppe zur Aufklärung des Verbrechens. Bis Freitag hatten die Beamten aber noch keine Hinweise auf den oder die Täter. Dem Opfer sei heftig ins Gesicht geschlagen worden, erläuterte die Staatsanwaltschaft. Eine Anwohnerin entdeckte die Tote im Buschwerk bei dem Spielplatz am Stadtrand. Das Opfer war Schülerin einer Gesamtschule in Cottbus.

Einen Tag später erinnerte am Fundort der Leiche nichts mehr an das grausame Verbrechen. Die Absperrung der Polizei war entfernt worden, nachdem die Spurensuche beendet war. Dennoch spielte kein Kind im Sand, der Platz blieb leer. In einem nahen China-Imbiss berichtete der Betreiber: "Einer meiner Gäste hatte Schreie aus Richtung des Spielplatzes gehört, sich aber nichts dabei gedacht." Von nächtlichem Lärm am Spielplatz erzählten auch die Besucher einer Spielhalle. "Aber nachts ist hier öfter mal war los."

Der Cottbuser Stadtteil Schmellwitz war Mitte der 90er Jahre schon einmal wegen eines Gewaltverbrechens in die Schlagzeilen geraten. Damals hatte ein 36-jähriger arbeitsloser Familienvater seine Ehefrau und die beiden Söhne im Alter von neun und sechs Jahren getötet.

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