Entsetzen und Wut bei den Sozialisten
Schock in Frankreich

Der Einzug des Rechtsextremisten-Führers Jean-Marie Le Pen in die Endrunde der Präsidentenwahl in Frankreich hat quer durch die gemäßigten politischen Parteien Schock und Entsetzen ausgelöst.

dpa PARIS. "Das ist ein Schock für das Land", sagte der Chef der Sozialistischen Partei, François Hollande, am Sonntagabend im französischen Fernsehen.

"Es ist eine grausame und ungerechte Niederlage", meinte er zum Scheitern des sozialistischen Premierministers Lionel Jospin in der ersten Runde. Die sozialistischen Parteianhänger reagierten in ihrem Wahlhauptquartier mit einem Aufschrei aus Zorn und Wut. Der sozialistische Wirtschafts- und Finanzminister Laurent Fabius sagte: "Das ist ein harter Schlag. Wir müssen gegen die Rechtsextremen im zweiten Wahlgang eine Barrikade aufstellen."

Der frühere sozialistische Wirtschafts- und Finanzminister Dominique Strauss-Kahn erklärte, er werde im zweiten Wahlgang für den konservativen bisherigen Präsidenten Jacques Chirac stimmen. Der grüne Präsidentschaftskandidat, Noel Mamère, reagierte mit Entsetzen. "Das ist die schlimmste politische Krise in Frankreich in der Nachkriegszeit. Wir müssen alles tun, um Le Pen zu schlagen."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%