Entsprechender Bericht dementiert
Kartellamt: Kein Verbot des Deals Telekom-Liberty

Das Bundeskartellamt hat Angaben dementiert, es habe den milliardenschweren Kabelnetz-Deal zwischen der Deutschen Telekom und dem US-Konzern Liberty Media untersagt. "Es gibt keine Entscheidung, und es gibt auch keine Abmahnung", sagte Kartellamtssprecher Stefan Siebert am Donnerstag in Bonn.

afp BONN/MÜNCHEN. Die Internet-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Focus" meldete dagegen unter Berufung auf Unternehmenskreise, die Wettbewerbshüter sähen nach deutschem Recht keine Möglichkeit, den Kauf der letzten Telekom-Kabelnetze durch die US-Firma zu genehmigen. Das Kartellamt habe Liberty am Mittwoch vorab über die geplante Untersagung informiert.

"Wir prüfen weiter", widersprach Kartellamtssprecher Siebert. Bei der Telekom hieß es, dem Unternehmen sei "eine solche Entscheidung nicht bekannt". "Focus Online" zufolge kann der US-Konzern das 5,5 Milliarden Euro (10,8 Milliarden Mark) schwere Geschäft wegen des Kartellamts-Verbotes nur noch über eine so genannte Ministererlaubnis von Wirtschaftsminister Werner Müller durchsetzen. Liberty-Chef John Malone wolle dem Vernehmen nach noch am Donnerstag entscheiden, ob er diese Option wahrnehmen und Müller anrufen werde.

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