Enttäuschende Ausblicke von Intel und Texas Instruments
Halbleiter-Branche zwischen Hoffen und Bangen

Nach den enttäuschenden Ausblicken von Intel und auch Texas Instruments grübeln Analysten über die Zukunftsaussichten der extrem zyklischen Halbleiter-Branche.

dpa FRANKFURT. Dabei mischen sich positive Voraussagen, etwa für ein kräftiges weltweites Umsatzwachstum der Branche in den kommenden Jahren, mit der Angst vor Überkapazitäten und einem damit verbundenen Preisdruck. Zugleich gibt es für verschiedene Chip-Abnehmerbranchen unterschiedliche Einschätzungen.

Weitgehend stimmen die Analysten darin überein, dass 2004 ein gutes Jahr für die Branche wird. "Im laufenden Jahr wird die Branche stark wachsen", sagt etwa Analyst Jürgen Wagner von Sal. Oppenheim. Allerdings sei die Nachfrage jetzt schwächer als noch vor einigen Monaten gedacht. Die Dynamik lasse nach und gleichzeitig würden Kapazitäten aufgebaut. Für 2005 erwartet er kein Wachstum mehr.

Optimistischer blickt Ingo Queiser von Kepler Equities in die Zukunft. Für 2005 hält er ein Plus von zehn Prozent für möglich. Die Gefahr für Überkapazitäten schätzt er, wenn überhaupt, auf "sehr abgemildert" ein. Auch Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz rechnet mit einem zweistelligen Wachstum, weist aber zugleich auf den "beinharten Wettbewerb" unter den Anbietern hin.

Mit ihren Erwartungen liegen Queiser und Hofmann in etwa auf einer Linie mit dem Branchenverband Semiconductor Industry Association (SIA). Der geht davon aus, dass der weltweite Umsatz mit Halbleitern im laufenden Jahr um 28,6 % hochschnellen wird. Bis 2007 erwarten die Experten ein jährliches Durchschnittswachstum (Cagr) von 10,4 %. Der Halbleiterumsatz wird im laufenden Jahr der SIA zufolge auf 214 Mrd. $ ansteigen und damit den Rekordwert des Jahres 2000 (204 Mrd. $) übersteigen.

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