Enttäuschung über Treffen in Versailles
Euro erholt sich von Fernost-Tief

Ein Allzeittief von 0,8610 $ markierte den Handel in Fernost. Dank kursgünstiger Käufe stieg die Währung jedoch wieder auf als 0,8700 $.

Reuters FRANKFURT. Vor dem Hintergrund eines Allzeittiefs von 0,8610 $, das den Handel in Fernost prägte, geht der Euro heute in den europäischen Handel. Händlern zufolge hatte sich die Währung auf Grund von kursgünstigen Käufen zeitweise bis auf mehr als 0,8700 $ erholt. Generell seien die Anleger weiterhin skeptisch und achteten sehr genau auf mögliche Äußerungen europäischer Offizieller. Ein weiterer Versuch des Marktes, neue Tiefs zu testen, sei im Tagesverlauf nicht auszuschließen. Allerdings verhielten sich die Akteure auch vorsichtig und rechneten mit möglichen Interventionen der Europäischen Zentralbank (EZB).

Gegen 09.30 Uhr kostete der Euro 0,8685/90 nach einer späten Notiz am Freitagabend in New York von 0,8680/87 $. Die US-Valuta notierte nach der Veröffentlichung der japanischen Wachstumszahlen für das zweite Quartal mit 106,24/25 (106,05/13) Yen. Mit einer Rate von 1,0 % hatte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) die Prognosen von 0,7 % deutlich übertroffen.

Die Erklärung, die die europäischen Finanzminister bei ihrem Treffen am Freitag in Versailles abgaben, sahen Marktteilnehmer als enttäuschend an. Insbesondere sei ein klareres Signal zu möglichen Interventionen erwartet worden. Infolge dessen wollten sie nicht ausschließen, dass der Markt im Verlauf des Tages die Bereitschaft der europäischen Verantwortlichen zur Verteidigung des angeschlagenen Euro testen werde.

Die Finanzminister der Euro-Zone hatten am Freitag gemeinsam ihre Sorge über den schwachen Euro geäußert und darauf verwiesen, dass das gegenwärtige Kursniveau der Währung nicht die wirtschaftlichen Fundamentaldaten widerspiegele. EZB-Vizepräsident Christian Noyer hatte gesagt, dass Interventionen ein Instrument seien, das der Zentralbank generell und jederzeit zur Verfügung stehe.

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