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Entwarnung von Intel

Die Wall Street hat den Handel am Donnerstag in den schwarzen Zahlen beendet. Dabei haben Standardaktien weitestgehend auf der Stelle getreten. Besser sah die Performance von Technologieaktien aus. Der Nasdaq Composite legte rund zwei Prozent zu. Vor allem Chipaktien haben im Vorfeld des Intel Zwischenberichts deutliche Kursgewinne verbucht. An der New York Stock Exchange haben Finanz- und Tabakaktien den Aufwärtstrend gebremst. Neben Technologiewerten haben Einzelhandelstitel dafür gesorgt, das der Dow Jones Index zum Handelsschluss im Plus und nahe den Tageshöchstständen gelandet ist.

Einzelhandelskonzerne haben dabei weniger von Mai-Verkaufszahlen als vielmehr von dem Steuerpaket von George W. Bush profitiert. Der US-Präsident hat heute seine Unterschrift unter die Steuerpläne gesetzt. Glückliche Amerikaner: in den nächsten zehn Jahren sollen den Steuerzahlern 1,35 Billionen Dollar erlassen werden. Als Anfang werden rückwirkend Schecks in Höhe von 300 bis 600 Dollar verschickt.

Der Tabaksektor wurde durch eine Klage in Kalifornien belastet. Philip Morris ist zu einer Zahlung in Höhe von drei Milliarden Dollar an einen krebskranken Raucher verdonnert worden. Auch wenn von Analystenseite weiterhin Kaufempfehlungen für den Tabakkonzern ausgegeben wurden, gehörte die Aktie zu den größten Verlierern.

Eine ganze Flut von Nachrichten traf nach Handelschluss an den US-Märkten ein. Im Mittelpunkt stand natürlich die Konferenz non Intel. Dabei gab der Chipgigant an, dass die Umsatzzahlen im zweiten Quartal leicht unter den mittleren Erwartungen ausfallen werden. Im Großen und Ganzen werden die Erwartungen aber erreicht. Die Befürchtung, dass Intel mit einer Gewinnwarnung aufwarten könnte, hat sich also nicht erfüllt.

Die Warnungen kamen dafür von anderer Seite. 3Com wird die Umsatzerwartungen im vierten Quartal verfehlen. Auch der Hersteller von elektronischen Notizbüchern, Handspring, wird die Ziele nicht erreichen. Wie der Palm-Konkurrent mitteilt, werden die Gewinn- und Umsatzerwartungen im vierten Quartal verfehlt. Schleppende Nachfrage und Preissenkungen werden als Begründung genannt.

Neues gab es nach Handelsschluss auch von der Übernahmefront. Im Wochenverlauf kursierten bereits Gerüchte, nun ist es amtlich. Bristol-Myers wird die Pharmasparte von DuPont kaufen. Beide Unternehmen könnten mit dem Geschäft zufrieden sein. DuPont erhält 7,8 Milliarden Dollar, die sich voraussichtlich im Geschäftsjahr 2002 niederschlagen werden. Bristol-Myers zahlt etwas weniger als im Vorfeld vermutet worden war. Auf dem Parkett war von einer Summe von rund acht Milliarden Dollar die Rede.

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