"Entweder man wird danach süchtig oder man lässt es bleiben"
Vollkommener Charakter

Karate ist nicht nur eine Kampfkunst, sondern schult auch wichtige Soft-Skills - Personal Trainer wissen das.

Frankfurter Oper, in einem unscheinbarer Nebenraum: Sven Strunkeit, 38, kniet auf dem Boden. Ihm gegenüber Anette Christl in der gleichen Position. Die 34-jährige Karate-Weltmeisterin ruft "Mokuso." Beide schließen die Augen und meditieren. Was folgt, sind drei ehrfurchtsvolle Verbeugungen.

Für Zuschauer mutet diese ausführliche Begrüßungszeremonie merkwürdig formal an. Doch für einen Karateka gehört sie zum Training wie für einen Fußballer der Anstoß. Strunkeit: "Die Zeremonie hilft mir abzuschalten und zu sagen: Jetzt ist Karate angesagt und nichts anderes." Strunkeit ist von Beruf Posaunist , Christl seine persönliche Trainerin.

Für beide ist Karate nicht nur eine Kampfkunst, sondern dient auch der Charakterschule: Disziplin, Selbstkontrolle, Beherrschtheit, Konzentration, Höflichkeit, Respekt, Kampfgeist und Siegeswille sind klassische Karate-Tugenden, die auch im Berufsleben von großem Nutzen sind, zum Beispiel vor einem wichtigen Auftritt oder einer wichtigen Vertragsverhandlung. Christl: "In solchen Situationen sind Musiker oder Manager auch Leistungssportler, nur auf einer anderen Ebene."

Joachim Grupp, Träger des 4. Meistergrads (Dan) und Buchautor, fasst die Ethik des modernen Karates so zusammen: "Es gibt keinen ersten Angriff im Karate. Höchstes Ziel im Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern die Vervollkommnung des Charakters."

Vom Charakter zum sportlichen Teil von Karate: Die konditionellen Grundlagen für die richtige Durchführung der Techniken sind Ausdauer, Schnelligkeit, Flexibilität, Koordination und Kraft. Die Schlagkraft der Techniken resultiert aus dem richtigen Einsatz der Hüfte sowie aus der Fähigkeit, sämtliche Muskeln im Wechsel anzuspannen und zu entspannen.

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