Entwicklung blieb selbst hinter skeptischen Erwartungen zurück
Zahl der Arbeitslosen sinkt im Mai um 147 000

Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai weiter abgeschwächt. Im Vergleich zum April ging die Zahl der Erwerbslosen um 147 000 zurück. Damit waren 3,72 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, 68 000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote ging auf 9,0 (April: 9,5) Prozent zurück. Die offiziellen Zahlen will der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, am Donnerstag in Nürnberg bekannt geben.

dpa BERLIN. Die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt blieb damit selbst hinter skeptischen Erwartungen von Experten zurück. Vertreter von Wirtschaftsinstituten und Verbänden waren in den vergangenen Tagen noch von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai auf rund 3,7 Millionen ausgegangen, was einem Rückgang von 170 000 im Vergleich zum April entsprochen hätte.

Die Fachleute bewerten den gebremste Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt als deutliches Zeichen für eine weitere Abschwächung der Konjunktur. Diese sei drastischer ausgefallen, als noch vor einigen Wochen angenommen worden sei, hieß es. Unter anderem mache sich ein deutlicher Rückgang bei den Exportaufträgen bemerkbar. Die Talsohle sei wahrscheinlich noch nicht erreicht, urteilten Experten.

Die Erwartungen seien mittlerweile "sehr viel negativer" als noch vor einem Monat, erläuterte ein Experte des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch die Prognose der Bundesanstalt für Arbeit für das Jahr 2001 nach oben korrigiert werden müsse. Präsident Jagoda ging bislang von 3,65 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt aus. Auch das Ziel von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), die Arbeitslosenzahl im kommenden Jahr auf unter 3,5 Millionen zu senken, werde nach Ansicht von Experten immer schwerer zu erreichen sein.

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