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Entwicklung der Aktienmärkte in 2004

Bei zunehmend dünneren Umsätzen behaupteten sich einer Meldung der Commerzbank vom 19. 12. 2003 ...

Bei zunehmend dünneren Umsätzen behaupteten sich einer Meldung der Commerzbank vom 19. 12. 2003 zufolge die Kurse an den internationalen Aktienmärkten vor Weihnachten auf hohem Niveau. Auch der DAX schloss in der Nähe seines Jahreshochs von 3930 Punkten. Der sehr feste Euro nähre allerdings Befürchtungen, dass immer mehr exportabhängige Unternehmen unter der Währungsstärke leiden könnten und versetze dem Aufwärtstrend an den Börsen einen leichten Dämpfer. Auf der anderen Seite wirkten die über den Erwartungen liegenden Konjunkturdaten in den Vereinigten Staaten unterstützend und zerstreuten Zweifel an der Nachhaltigkeit der Erholung in der amerikanischen Volkswirtschaft. In die gleiche Richtung zeigten die neuesten Daten in Europa, namentlich der im Dezember zum nunmehr achten Mal in Folge gestiegene ifo-Geschäftsklima-Index. Das Ergebnis des Vermittlungsausschusses zur vorgezogenen Steuerreform sei zwar ein Kompromiss, stärke aber letztlich doch die inländische Konsumnachfrage.
Aufgrund des Konjunkturaufschwungs im nächsten Jahr sehen die Experten der Commerzbank für die Aktienkurse weiteres Potenzial, allerdings deutlich weniger als 2003, das durch einen erheblichen Nachholbedarf gekennzeichnet war. Zum Jahresende 2004 könne der DAX bei schätzungsweise 4300 Punkten liegen und damit gut ein Zehntel höher als heute. Für Neuanlagen biete sich insbesondere der Telekommunikationssektor an. Genannt seien hier etwa Deutsche Telekom und Vodafone. Im Finanzbereich scheinen Münchener Rück und Allianz viel versprechend.
Bei ebenfalls schwachem Geschäft notierten die europäischen Rentenmärkte zuletzt wieder fester. Zu den steigenden Notierungen trugen sowohl der starke Euro als auch die - überraschend - rückläufige Inflationsrate im November in den USA bei. Dies nährt die Erwartung, dass die amerikanische Notenbank noch für längere Zeit, möglicherweise bis Ende kommenden Jahres, auf eine Leitzinserhöhung verzichten könne und bestätige die Einschätzung, dass der Rentenmarkt derzeit angemessen bewertet sei und es 2004 allenfalls zu einem moderaten Renditenanstieg komme. Der Laufzeitenbereich zwischen 3 und 5 Jahren böte dem mittelfristig orientierten Anleger nach wie vor die attraktivste Anlagemöglichkeit.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 06.01.2004

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