Entwicklung im Einklang mit der Branche
Degussa rutscht in die roten Zahlen

Der Düsseldorfer Spezialchemiekonzern Degussa AG hat im dritten Quartal 2001 auf Grund der erheblich verschlechterten Konjunktur rote Zahlen erwirtschaftet. Vor Ertragssteuern betrug das Minus in den drei Monaten 21 Mill. Euro (Vorjahr pro forma +112 Mill.), teilte die Eon-Tochter am Montag mit. Damit ergab sich im Berichtszeitraum ein Fehlbetrag von 7 (+101) Mill. Euro. Degussa-Chef Utz-Hellmuth Felcht hatte bereits Ende Oktober eine Gewinnwarnung ausgesprochen und den Gewinnausblick für das Gesamtjahr 2001 deutlich gesenkt.

rtr/vwd DÜSSELDORF. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) stieg im dritten Quartal um 11 Prozent auf 314 Mill. Euro und lag damit über den Erwartungen von Analysten. Analysten hatten im Durchschnitt für das dritte Quartal ein Ebita von 285,1 Mill. Euro vorhergesagt. Das Betriebsergebnis sei dagegen um acht Prozent auf 143 Mill. Euro gesunken, teilte der Spezialchemiekonzern weiter mit.

Der Umsatz ohne den Edelmetallhandel ging den Angaben zufolge im dritten Quartal um 16 % auf 3,656 Mrd. Euro zurück.

Ab September habe die "dramatisch verschlechterte Marktentwicklung einen Großteil der Arbeitsgebiete in Mitleidenschaft gezogen", hieß es in dem Zwischenbericht. Neben dem anhaltenden Preisdruck habe man sowohl in Nordamerika als auch in Europa stark zunehmende, in einigen Teilbereichen sogar drastische Mengenrückgänge verbucht.

Wegen der angespannten Markt- und Konjunkturlage rechnet Degussa mit einer bis ins nächste Jahr reichenden Durststrecke. Man gehe davon aus, dass die negativen Auswirkungen aufs Geschäft länger zu spüren seien als zunächst angenommen, teilte der Chemiekonzern mit. Damit stehe man im Einklang mit der Einschätzung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), der eine wirtschaftliche Erholung erst für die zweite Hälfte des kommenden Jahres vorhersage. Daher habe Degussa neben verstärkter Restrukturierung kurzfristig wirkende Maßnahmen eingeleitet.

Das vierte Quartal werde operativ das schwächste in diesem Jahr, prognostizierte das noch mehrheitlich zum Eon-Konzern gehörende Dax-Unternehmen. Für die Mehrzahl der Unternehmensbereiche rechne man mit deutlich niedrigeren Ergebnissen. Für das Gesamtjahr bekräftigte Degussa die Ende Oktober nach unten korrigierten Erwartungen. Demnach wird 2001 mit einem knapp unter dem Vorjahreswert liegenden Ebitda-Ergebnis, aber mit einem um 20 bis 25 % niedrigeren Betriebsergebnis gerechnet.

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