Entwicklung schlechter als erwartet
Trübe Aussichten für Rentenkassen

Die Lage der Rentenversicherer ist schlecht. Aber Prognosen darüber, ob für das Gesamtjahr tatsächlich ein Milliardendefizit droht, wollen sie noch nicht abgeben. Dafür sei es noch zu früh, heißt es.

HB/dpa BERLIN. Die Finanzlage der Rentenkassen entwickelt sich schlechter als erwartet. Ohne Besserung könnten sie das Jahr mit einem Milliardendefizit abschließen. So sind ihre eisernen Reserven bereits im März auf die gesetzliche Untergrenze von einer halben Monatsausgabe gerutscht. Die Rentenversicherer bestätigten am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland". Das Sozialministerium hatte bereits am Wochenende ähnliche Berichte bestätigt.

Die Rentenversicherer wollten aber noch keine Prognose abgeben, ob für das Gesamtjahr tatsächlich ein Milliardendefizit droht. Dafür sei es noch zu früh. Nach ihren Erfahrungen sinkt die so genannte Schwankungsreserve bis September oder Oktober weiter ab. Danach steige sie aber - unter anderem dank des Weihnachtsgeldes - wieder an. Auch wenn die Reserve zeitweise unter das Minimum von 50 % sinken würde, ist die Zahlung der Renten gesichert. So müsste der Bund einspringen und möglicherweise seine Zuschüsse vorziehen, wenn die Zahlungsfähigkeit der Rentenkassen gefährdet wäre.

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