Entwicklung von neuen Speichertechnologielösungen
IBM und Hitachi bündeln ihr Festplattengeschäft

Die International Business Machines Corp (IBM) und Hitachi Ltd führen ihr Festplattengeschäft in einem Joint Venture zusammen. Das "Wall Street Journal" berichtet von rund einer Milliarden Dollar, die Hitachi dafür an IBM zahlen müsse. Einen mittel- bis langfristigen Rückzug aus dem Festplattengeschäft dementierte IBM aber.

vwd ARMONK/TOKIO In einer gemeinsamen Erklärung der beiden Konzerne vom Dienstagabend heißt es, Hitachi werde voraussichtlich 70 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen mit wahrscheinlichem Sitz in San Jose halten. Dafür werde das japanische Unternehmen dem US-Konzern eine Ausgleichszahlung leisten, die in der Höhe noch nicht feststehe. Bisher sei eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnet worden. Die genauen Bedingungen des Joint Ventures würden derzeit verhandelt.

Während das "Wall Street Journal" am Dienstag von einer Summe von rund einer Milliarden Dollar berichtete, die Hitachi IBM zahlen müsse, sagte eine IBM-Sprecherin, die Höhe der Zahlung unterliege Verhandlungen. In den bisherigen Gesprächen sei noch keine Zahl genannt worden. Die Sprecherin wies auch Spekulationen der Zeitung zurück, wonach IBM sich möglicherweise mittel- bis langfristig ganz aus dem Festplattengeschäft zurückziehen wird. Das "WSJ" beruft sich auf mit der Situation vertraute Quellen.

Laut "WSJ" erzielt IBM im Festplattengeschäft aktuell einen Umsatz von drei Milliarden bis vier Milliarden Dollar, schreibt aber seit einigen Quartalen Verluste. Dem Bericht zufolge beschäftigt IBM in der Fertigung von Festplatten 17.000 Mitarbeiter in den USA, Thailand, Singapur und Ungarn. Sie dürften in das geplante Joint Venture wechseln.

Hitachi-President Etsuhiko Shoyama bezifferte den angestrebten Jahresumsatz des Festplatten-Joint-Venture unterdessen am Mittwoch mit 500 Milliarden bis 600 Milliarden Yen. Hitachi selbst setze etwa 100 Milliarden Yen im Jahr mit Festplatten um. "Wir werden damit zum Top-Player im Festspeichergeschäft", äußerte Shoyama. Angesichts der stetigen Verschärfung der Wettbewerbssituation in der Branche könne man nur als Nummer Eins am Markt bestehen. Er sei überzeugt, dass es den beiden Konzernen gelingen werde, über das Joint Venture zu einer führenden Rolle in dem Bereich zu kommen, sagte Shoyama.

Auch dürfte es gelingen, die Profitabilität deutlich zu erhöhen. Beide Unternehmen wollten sich zu möglichen späteren Veränderungen im Beteiligungsverhältnis an dem Joint Venture noch nicht äußern. IBM und Hitachi wollen künftig auch bei der Entwicklung von neuen Speichertechnologielösungen mit offenem Standard zusammenarbeiten. Diese Kooperation sei auf etliche Jahre angelegt, hieß es. Bisher arbeiten die beiden Konzerne bei der Entwicklung und Produktion von Server-Computern zusammen.

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