Entwicklung wird vom Kartellamt weiter beobachtet
Kartellamt gibt Auto-Internetplattform "Covisint" frei

Zwei Wochen nach Genehmigung unter Vorbehalt durch die US-Wettbewerbsaufsicht FTC hat das Bundeskartellamt die von fünf führenden Autoherstellern gegründete Internetplattform "Covisint" freigegeben.

Reuters BONN. Das Amt sieht nach einer Prüfung keine marktbeherrschende Stellung bei dem Projekt der Konzerne Daimler-Chrysler, General Motors, Renault und Nissan und auch keine bedenklichen Rückwirkungen auf den Kfz-Markt, teilte die Behörde am Dienstag in Bonn mit. "Wir werden die Entwicklung der Plattform jedoch weiterhin genau beobachten", kündigte Kartellamtspräsident Ulf Böge an.

Die US-Wettbewerbsaufsicht FTC hatte die Plattform ebenfalls genehmigt, aber erklärt, dass man wettbewerbsrechtliche Probleme trotz der Genehmigung nicht gänzlich ausschließen könne. Die Plattform werde deshalb weiter beobachtet. Für das Bundeskartellamt, das eine große Zahl deutscher Automobilzulieferer befragt hatte, stehe nun fest, der Zugang sei offen und eine Bündelung des Einkaufs der Automobilhersteller nicht geplant. Covisint werde zudem mit einer Reihe von Plattformen im Wettbewerb stehen, hieß es weiter.

Covisint soll nach Angaben der Unternehmen eines der größten Internet-Portale der Welt werden und jährlich den Handel im Volumen von 300 Mrd. $ bündeln. Von den Zulieferern werden zusätzliche 500 Mrd. $ erwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%