Entwurf eines Bilanzrechtsreformgesetzes

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Entwurf eines Bilanzrechtsreformgesetzes

Mit seinem am 15. 12. 2003 vorgestellten Referentenentwurf eines Bilanzrechtsreformgesetzes ...

Mit seinem am 15. 12. 2003 vorgestellten Referentenentwurf eines Bilanzrechtsreformgesetzes (BilReG) schlägt das Bundesministerium der Justiz (BMJ) nicht nur eine Modernisierung des HGB in Richtung auf die IFRS vor, sondern will zudem die Möglichkeit, einen befreienden IFRS-Konzernabschluss aufzustellen, auf nicht-kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen ausdehnen. Im Unterschied zur IAS-Verordnung erstreckt der Entwurf die IFRS-Pflicht im Konzernabschluss auch auf solche Mutterunternehmen, die erst einen Antrag auf Zulassung zum geregelten Kapitalmarkt gestellt haben. Der Veröffentlichungspflicht eines Einzelabschlusses sollen Unternehmen künftig auch mit einem IFRS-Jahresabschluss entsprechen können, obgleich Einkommens- und Steuerbemessung weiterhin am HGB-Abschluss ausgerichtet bleiben. Auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers soll nach dem Entwurf durch eine Begrenzung der Tätigkeiten, die er neben der Abschlussprüfung für dasselbe Unternehmen ausführen darf, gestärkt werden. Insbesondere dürfte der Abschlussprüfer bei gleichzeitiger Prüfungstätigkeit keine Rechts- oder Steuerberatung bei kapitalmarktorientierten Unternehmen sowie bei Banken und Versicherungen anbieten. Darüber hinaus sollen die in § 267 HGB genannten Schwellenwerte für die Unterscheidung zwischen kleinen, mittleren und großen Unternehmen um etwa ein Sechstel erhöht werden. Für den nunmehr größeren Anteil kleinerer Unternehmen soll damit Bürokratieabbau und Kostenersparnis erreicht werden. Der Entwurf steht unter http://www.bmj.de zum Download bereit.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 28.01.2004

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