Enzym für den Muskelaufbau entdeckt
Pillen statt Training

Forschern von der University of Texas Southwestern Medical Center in Dallas ist es gelungen, mit einer Pille körperliche Bewegung zu simulieren. Das Team um Sanders Williams haben mit einem gentechnischen Kniff nimmermüde Mäuse geschaffen. Das meldet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf das Wissenschafts-Magazin Science.

WiWo/AP/hon DALLAS. Die Mediziner haben den biochemischen Pfad entdeckt, mit dem Muskelkraft und-Ausdauer gesteuert werden. Dabei spielt ein Eiweiß mit dem Kürzel CaMK (calmodulin-dependent protein kinase) die Schlüsselrolle. Es signalisiert dem Körper, dass die Muskeln in Bewegung sind. Dadurch werden sie trainiert, auch wenn sie ruhen.

Im Versuch züchteten die Forscher genmanipulierte Mäuse mit einem erhöhten CaMK-Spiegel. Deren Muskeln entwickelten daraufhin nach der Art von Marathon-Läufern mehr Mitochondrien - die Kraftwerke der Zellen - und somit mehr Ausdauer. Auch der Herzmuskel war von diesen Änderungen betroffen.

Wenn in einem nächsten Schritt CaMK als Pille verfügbar wäre, könnte das Medikament Alterungsprozesse verzögern oder den Muskelabbau bei bettlägerigen Patienten verhindern. Dass die Muskelpille allerdings auch als Lifestyle-Droge oder als Doping-Mittel sich größter Beliebtheit erfreuen würde, sei allerdings auch "eine der Möglichkeiten", so Williams.

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