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Eon investiert vor allem in Energie

Der Eon-Konzern will in den kommenden drei Jahren 28,7 Mrd. ? vor allem in das Kerngeschäft Energie investieren.

rtr DÜSSELDORF. Diesem Investitionsplan für 2002 bis 2004 habe der Aufsichtsrat am Mittwoch zugestimmt, gab Eon am Donnerstag in Düsseldorf bekannt. 23,7 Mrd. ? der Summe seien für das Energiegeschäft vorgesehen, etwa die Hälfte davon für Anteilserwerbe bei der britischen Powergen und der Ruhrgas. "Über die Hälfte des Gesamtvolumens dient der Finanzierung von Wachstumsschritten, die uns auf dem Weg zu einem global führenden Energiedienstleister deutlich voranbringen werden", teilte Konzernchef Ulrich Hartmann mit. Nicht berücksichtigt in der Summe seien weitere strategische Wachstumsschritte, insbesondere in den USA, hieß es.

Gut 55 % der geplanten Investitionen sollen den Angaben infolge ins Ausland fließen. Dabei liege der Schwerpunkt auf Europa und Nordamerika. Im April hatte Eon die Übernahme der britischen Powergen angekündigt. Inzwischen sind diese Pläne von allen Wettbewerbsbehörden mit Ausnahme der US-Börsenaufsicht SEC genehmigt worden. Die Pläne des Düsseldorfer Konzerns, die Mehrheit bei der Ruhrgas zu übernehmen, werden noch vom Bundeskartellamt blockiert.

Für den Chemiebereich seien knapp 3,5 Mrd. ? und damit zwölf Prozent der gesamten Investitionen eingeplant. Die Investitionen könnten in vollem Umfang aus dem Cashflow und dem in der Planung berücksichtigten Erlösen aus dem Verkauf von Nicht-Kerngeschäften finanziert werden. Zuletzt hatte sich Eon von zahlreichen Beteiligungen, darunter vielen Telekom-Aktivitäten, getrennt. Den Finanzierungsspielraum des größten privaten europäische Energiekonzerns hatte Eon-Chef Hartmann mit 30 und 40 Mrd. ? beziffert.

Weiter teilte Eon mit, der Aufsichtsrat habe beschlossen, die bis Ende Oktober zurückgekauften 76,3 Mill. eigenen Aktien im wesentlichen einzuziehen. Dadurch sinke das Grundkapital um 185 Mill. ? auf 1,799 Mrd. ?, aufgeteilt in 692 Mill. Aktien. Der verringerte Anteil des teuren Eigenkapitals am Gesamtkapital verbessere die Kapitalstruktur und die Kapitalkosten deutlich, hieß es.

Die Eon-Aktie notierten am Donnerstagmittag in einem behaupteten Börsenumfeld mit 53,70 ? 1,1 % über ihrem Vortagesschluss.

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