Eon unter Druck
Dax büßt Gewinne ein

Die deutschen Aktien tendieren am Freitagnachmittag nur noch etwas freundlicher. Der Dax gewinnt gegen 17.25 Uhr noch 20 Punkte oder 0,3 % auf 6 204 Punkte, nachdem er am Mittag schon gut 50 Punkte höher gestanden hatte.

vwd FRANKFURT. Die schwächere Eröffnung der US-Aktien habe einige Anleger dazu veranlasst, auch bei deutschen Aktien vor dem Wochenende kleinere Gewinne mitzunehmen, so Händler mit Blick auf den Rückschlag. Zudem richteten sich Anleger bereits auf den großen Verfall an der Terminbörse Eurex am kommenden Freitag ein. Viele Anleger passten ihre Positionen früher an als sonst, da sie am kommenden Donnerstag mit geringen Umsätzen rechneten, heißt es.

Thema des Tages sind Lufthansa. Am Morgen war die Aktie mit der Einigung im Tarifstreit mit den Piloten noch stark gestiegen und hatte die Gewinner angeführt. Mit den Details wurden am Mittag Sorgen wach, die Ertragssituation könnte stark unter den höheren Personalkosten leiden. Lufthansa sind deshalb am Nachmittag sogar ins Minus gerutscht und verlieren aktuell 0,7 % auf 22,39 EUR.

Infineon sind Tagesgewinner

Gestützt wird der Dax von deutlicheren Gewinnen einiger weniger ausgewählter Werte. So steigen Allianz um 2,4 % auf 346,01 EUR und Deutsche Telekom um 2,6 % auf 24,05 EUR. Hauptgewinner sind Infineon mit einem Plus von 3,6 % auf 41,20 EUR, nachdem die befürchtete neue Gewinnwarnung von Intel ausgeblieben ist. Der US-Halbleiterhersteller hatte seine Prognosen bekräftigt. Gefragt sind auch Pharmawerte wie Schering, Bayer oder Merck und Altana in der zweiten Reihe, weil Bristol Myers einen vergleichsweise hohen Preis für das Pharma-Geschäft von Dupont bezahlt.

Unter Druck stehen Eon, die nach wie vor unter der Aktien-Platzierung vom Donnerstag leiden und 2,2 % auf 59,91 EUR abgeben. Hauptverlierer sind adidas mit einem Abschlag von 3,4 % auf 68,50 EUR. Grund ist die Sorge, adidas könnten im September aus dem DAX absteigen, weil sie auch in der Mai-Kriterien-Liste der Deutschen Börse die Anforderungen bei der Marktkapitalisierung deutlich verfehlt haben. Auch die Aktien der HypoVereinsbank und der Post geben deutlich nach. Abschläge bei VW und RWE sind überwiegend in den Dividendenzahlungen begründet.

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