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Eon will Strompreiserhöhungen verschieben - Wettbewerber irritiert

Der Energieversorger Eon hat nach Angaben aus Branchenkreisen eine Verschiebung der geplanten Strompreiserhöhung vorgeschlagen. Im Gegenzug solle sich die Bundesregierung bemühen, die Genehmigungsverfahren für den Bau neuer Kraftwerke zu beschleunigen, verlautete am Donnerstag aus den Kreisen, die damit einen "Handelsblatt"-Bericht bestätigten. Der Verstoß sorgte in der Branche für Irritationen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Energieversorger Eon hat nach Angaben aus Branchenkreisen eine Verschiebung der geplanten Strompreiserhöhung vorgeschlagen. Im Gegenzug solle sich die Bundesregierung bemühen, die Genehmigungsverfahren für den Bau neuer Kraftwerke zu beschleunigen, verlautete am Donnerstag aus den Kreisen, die damit einen "Handelsblatt"-Bericht bestätigten. Der Verstoß sorgte in der Branche für Irritationen.

Auf einem geplanten Energiegipfel Ende September sollen die Konzerne mit der Regierung über den Vorschlag diskutieren, die Strompreise branchenweit einzufrieren, bis die Regulierungsbehörde für den Energiemarkt im kommenden Jahr ihre Arbeit aufnehme, hieß es. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums steht noch kein Termin für den Gipfel fest.

Deutschlands drittgrößter Energiekonzern Enbw wies den Vorschlag von Eon zurück. "Grundsätzlich ist die Frage der Preisentwicklung eine ökonomische Frage von Markt und Betriebswirtschaft, aber keine politische Frage", sagte ein Enbw-Sprecher. Preisabsprachen seien durchweg unzulässig. Vattenfall sprach von einem "öffentlichen Basar" und will an den geplanten Erhöhungen festhalten.

Die Essener RWE AG wollte sich zu dem Vorgehen von Eon nicht äußern. "Wir kommentieren das nicht", sagte ein Sprecher. Nach eigenem Bekunden will die Nummer zwei der Branche an den geplanten Preiserhöhungen festhalten. Bei Eon war zunächst niemand zu einer Stellungnahme bereit.

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