Epcos-Aktie bricht nach Abstieg in MDax ein
Epcos: Kurze Karriere im Dax

Der Siemens-Ableger Epcos hat nur eine kurze Karriere im Deutschen Aktienindex absolviert. Das Unternehmen war aus einem 1989 von Siemens und Matsushita gegründeten Gemeinschaftsunternehmen entstanden. Am 15. Oktober 1999 brachte Siemens die ehemalige Sparte für passive elektronische Bauelemente an die Börse.

HB/dpa MÜNCHEN. Nach dem Abstieg vom Dax in den MDax ist die Aktie des Münchner Bauelementeherstellers Epcos eingebrochen. Das Papier verlor bis Montagmittag 6,40 Prozent.

Der Börsengang des Siemens-Ablegers galt auch als Testlauf für den deutlich größeren von Infineon, der im März 2000 folgte. Im Gegensatz zu der Chipschwester wandte sich Epcos vor allem an institutionelle Investoren. Schließlich räumte vor dem Börsengang selbst der heutige Chef Gerhard Pegam ein: "Unser Geschäft klingt nicht sehr spannend. Wer ist schon gerne passiv?"

Im allgemeinen Hightech-Boom wurde aber auch die einstige graue Maus zum Börsenstar. Als die Aktie im Februar 2000 in den Dax einzog, kostete sie zwischenzeitlich fast 180 Euro. Der Ausgabepreis wenige Monate zuvor hatte 31 Euro betragen. An ihrem ersten Tag im MDax verlor sie bis zum Mittag fast vier Prozent auf 10,66 Euro.

Passive elektronische Bauelemente, die Epcos herstellt, werden in fast jedem elektronischen Gerät verwendet. Etwa 200 davon werden für ein Notebook oder ein Mobiltelefon benötigt, bis zu 10 000 in einem Auto der Luxusklasse. Weitgehend unsichtbar verarbeiten sie Signale, steuern Energieversorgungen und schützen Schaltungen in Anwendungen aller Art. Mit den Keramikteilchen, Oberflächenwellen-Komponenten und Kondensatoren erzielte Epcos im Geschäftsjahr 2001/02 (30. September) einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, 31 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Verlust vor Steuern und Zinsen betrug 72 Millionen Euro.

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