Epcos im Sinkflug: Schwache US-Börsen setzen Dax unter Druck

Epcos im Sinkflug
Schwache US-Börsen setzen Dax unter Druck

Die Aktien an der Frankfurter Börse haben den Handel am Montag mit Verlusten begonnen. In den USA hatten die US-Börsen am Freitag geschwächt geschlossen und so für Druck gesorgt. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor in den ersten Handelsminuten um 0,36 % auf 5 191 Punkte.

dpa/Reuters/vwd FRANKFURT/MAIN. Am Neuen Markt gab der Nemax 50 um 0,46 % auf 1 247 Zähler nach. Dagegen konnten die 70 mittelgroßen Werte im MDax etwas zulegen. Der Index gewann um 0,08 % auf 4 367 Punkte.

Stärkster Dax-Wert war das Papier der Lufthansa mit einem Aufschlag von 0,35 % auf 17,18 ?. Dagegen verloren Epcos -Aktien um 1,49 % auf 48,81 ? und waren damit das Schlusslicht unter den Standardwerten. Das Münchener Unternehmen will seinen Aktionären nach Angaben eines Sprechers keine Dividende für das Geschäftsjahr 2000/2001 zahlen. "So überraschend ist diese Nachricht jedoch nicht; der Druck wird wohl nur kurzfristig sein", sagt ein Händler. Auch Siemens verbilligten sich um 2,3 % auf 74,20 ?. Infineon gaben 0,6 % auf 25,45 ? ab.

Münchener Rück büßten bei dünnen Umsätzen 1,58 % auf 287,40 ? ein. Auch die Deutsche Telekom gab mehr als 1 % nach.

Greenspan hatte in seiner Rede am Freitag gesagt, die Wirtschaft in den USA zeige bei weiter bestehenden Risiken erste Anzeichen einer Stabilisierung. Die jüngsten Konjunkturdaten hätten sich auf "gemischt" von zuvor "unaufhörlich negativ" verbessert, sagte Greenspan weiter. "Doch ich möchte betonen, dass kurzfristig weiter bedeutende Risiken bestehen", fügte der Notenbankchef hinzu. Die US-Börsen hatten daraufhin am Freitag leichter geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 0,8 % und die Technologiebörse Nasdaq 1,21 % verloren.

Die Papiere von MAN und Daimler-Chrysler reagierten kaum auf Berichte, denen zufolge beide Unternehmen vom britischen Verteidigungsministerium aufgefordert wurden, ein Angebot für 8 500 Lastwagen abzugeben. MAN verlieren 0,5 % auf 26,15 ?, Daimler-Chrysler 1,2 % auf 47,04 ?. Volkswagen verlieren marktkonform 1,3 % auf 50,26 ? und werden damit nicht von einer Rückrufaktion in den USA belastet. "Wir haben uns an Rückrufaktionen mittlerweile gewöhnt", sagte ein Händler.

"Die Stimmung für Automobilwerte ist nicht gut", sagte ein Marktteilnehmer mit Blick auf den Sektor. Das ungünstige Chancen-Risiko-Profil sei noch nicht hinreichend eingepreist. Eine Erholung des Verbrauchervertrauens werde sich frühestens in einem Jahr stabilisierend auswirken.

Bayer notieren nahezu unverändert bei 37,21 ?. Nach Einschätzung eines Händlers werden die Nachrichten über die Schadensersatzklage gegen Bayer durch den Anwalt Michael Witti, der heute Einzelheiten bekannt geben will, durch die optimistische Einschätzung des Bayer-Vorstandsvorsitzenden Manfred Schneider zum Geschäftsverlauf neutralisiert.

Am Neuen Markt verlor der Handyausrüster Balda rund 12 % auf 7,50 ?. Das Unternehmen rechnet für 2002 mit einem geringeren Umsatzwachstum als bislang geplant.

Die Börse in Tokio war am Montag geschlossen.

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