Epcos legen zu
Dax steigt auf Sieben-Wochen-Hoch

Dank deutlicher Kursgewinne bei den Technologiewerten ist der Deutsche Aktienindex (Dax) am Montag auf den höchsten Stand seit sieben Wochen gestiegen.

Reuters FRANKFURT. Die gute Stimmung resultierte nach Angaben von Händlern aus den überraschend positiven Konjunkturdaten der jüngsten Zeit in den USA und in Deutschland, die bereits in der Vorwoche zu Kursanstiegen geführt hatten.

Das wichtigste deutsche Börsenbarometer baute im Sog anziehender Märkte in New York seine Gewinne weiter aus und verzeichnete am späten Nachmittag einen Zuwachs von 2,7 % auf 5 237 Punkte. Am Neuen Markt legte der Nemax50 um 2,5 % auf 1 045 Zähler zu. Der M-Dax tendierte knapp ein Prozent fester bei 4 447 Punkten. In den USA gewann der Dow-Jones-Index nach rund 90 Handelsminuten 1,3 % auf 10 500 Punkte hinzu und die Technologiebörse Nasdaq stieg um rund zwei Prozent auf 1 839 Punkte. In Japan war der Nikkei-Index am Montag um fast sechs Prozent und damit auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr geklettert.

"Es lauern aber Gefahren in diesem starken Kursanstieg", sagte Aktienhändler Stefan Chmielewski vom Börsenmakler Schnigge. "Zurzeit wird jede positive Nachricht euphorisch aufgenommen, während schlechte Nachrichten schlicht ignoriert werden", fügte ein Frankfurter Börsianer hinzu. Sollte der Dax es schaffen, den charttechnischen Widerstand bei 5 200 Punkten nachhaltig zu durchbrechen, könnte der Index noch weitere 100 Punkte zulegen, sagte ein weiterer Börsianer.

Epcos steigen um knapp 10 Prozent

Im Mittelpunkt des Dax-Handels standen erneut die Technologiewerte. Epcos -Anteile verteuerten sich um knapp zehn Prozent auf 50,22 Euro. Händler verwiesen unter anderem auf eine Mitteilung der Deutschen Bank an ihre Investoren. Darin hieß es, dass das Bankhaus mehr Vertrauen in das Unternehmen habe, nachdem Epcos seinen Jahresausblick in der vergangenen Woche bekräftigt hatte. "Die Leute realisieren jetzt, dass wohl keine weiteren schlechten Nachrichten kommen werden und kaufen das Papier wieder", sagte ein Frankfurter Händler. Infineon stiegen um 4,5 % auf 28,62 Euro, nachdem ein Infineon-Sprecher am Morgen mitgeteilt hatte, die Vertragspreise für sogenannte 128-Megabit-Speicherchips (DRAM) lägen mittlerweile über den Spotpreisen. Die Aktien von Siemens legten um 5,1 % auf 72,40 Euro zu.

SAP gewannen knapp zwei Prozent auf 161,86 Euro. Aktienhändler Chmielewski sagte, die Konjunkturaussichten und die zuletzt optimistischeren Prognosen der Unternehmen beflügelten die Papiere.

Lufthansa erhöhten sich um 1,8 % auf 18,88 Euro. Einem Medienbericht zufolge will die Lufthansa die Anzahl ihrer Flüge und Maschinen deutlich aufstocken. Zudem teilte das Unternehmen am Montagnachmittag mit, den Einstellungsstopp für Boden- und Kabinenpersonal wegen der Aussicht auf eine bessere Geschäftsentwicklung im Sommer aufzuheben.

Mehr als zwei Prozent fester notierten auch die Indexschwergewichte Allianz , Münchener Rück und Deutsche Telekom.

Cargolifter wieder unter Druck

Im M-Dax verloren Cargolifter-Papiere mehr als acht Prozent auf 3,22 Euro, obwohl der Luftschiffbauer einen Bericht des "Spiegel" dementiert hatte, wonach Cargolifter bereits im Frühjahr die Pleite drohen soll. Außerdem stellten Experten dem Bericht zufolge die Machbarkeit des geplanten Lastenluftschiffs wegen technischer Probleme in Frage.

Aktien der Software AG verbilligten sich um knapp vier Prozent auf 31,27 Euro. Am Freitagabend hatte das Unternehmen bekannt gegeben, der Finanzvorstand scheide Ende April aus seinem Amt.

Intershop deutlich fester

Am Neuen Markt legten dagegen Intershop-Anteile um mehr als 27 % auf 1,53 Euro zu. Intershop-Chef Stephan Schambach wird für rund zehn Mill. Euro neue Aktien des eigenen Unternehmens erwerben. "Die Nachricht ist positiv für das Unternehmen, da durch den Mittelzufluss der Finanzierungsbedarf für das laufende Jahr endgültig gedeckt sein sollte", sagte Thomas Friedrich, Analyst bei der Hypo-Vereinsbank.

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