Epidemie befürchtet
Zahl der Ebola-Opfer in Afrika auf 19 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer des gefährlichen Ebola-Virus in Zentralafrika ist nach offiziellen Angaben auf 19 gestiegen. 14 Menschen seien in Gabun, fünf Personen in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo an dem Virus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium von Gabun am Donnerstag mit.

Reuters LIBREVILLE. Neben den 14 Todesfällen gebe es in Gabun drei weitere Infektionsfälle, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister, Obame Edou, im Fernsehen. Die Behörden versuchten nun, infizierte Personen daran zu hindern, im Land umher zu ziehen. Gegen den Ebola-Virus gibt es keine wirksame Therapie. 90 % der Erkrankten überleben die Infektion nicht.

Der erste Ebola-Todesfall wurde vor drei Wochen aus einer Waldregion im Norden Gabuns berichtet. Von dort aus breitete sich der Virus über die Grenze in Dörfer in der Republik Kongo aus, dem ehemaligen Zaire. Im vergangenen Jahr starben bei einem Ebola-Ausbruch im zentralafrikanischen Uganda mehr als 170 Menschen.

Der Ebola-Virus überträgt sich über Körperflüssigkeiten und führt wenige Tage nach der Infektion zu hohem Fieber. Er kann innere Organe zerstörenund Blutzellen angreifen. Die meisten Patienten verbluten oder sterben an Organversagen. Die Krankheit wurde 1976 in der Nähe des Ebola-Flusses in dem damaligen Zaire zum ersten Mal festgestellt. 1995 starben dort in der Stadt Kikwit mehr als 250 Menschen an dem Virus.

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