Er fliege "nicht aus Spaß, sondern weil es sein Job erfordert".
Eichel weist Vorwürfe häufiger Bundeswehrflüge zurück

Bundesfinanzminister Hans Eichel hat Vorwürfe zurückgewiesen, er nutze die Flugbereitschaft der Bundeswehr zu häufig und zu außerdienstlichen Zwecken.

ap BERLIN. Eichel erklärte am Donnerstag in "Spiegel online", er fliege "nicht aus Spaß, sondern weil sein Job es erfordert". Zu seinen Kindern nach Wiesbaden und privat nach Kassel fahre er sehr oft mit seinem Dienstwagen, "für dessen private Nutzung ich auch ordentlich Steuern zahlen muss".

Der Minister sagte, das Teuere an der Flugbereitschaft der Bundeswehr sei, "dass wir sie haben - nicht, dass wir sie nutzen". Er gab sich überzeugt davon, dass die Vorwürfe seinem Ruf als Sparkommissar nicht schadeten: "Ich glaube, die Leute haben ein gutes Gespür dafür, ob sich jemand auf Kosten des Steuerzahlers einen schönen Tag macht, oder ob ihr Finanzminister versucht, seine Arbeit so gut wie möglich zu machen".

Eichel und die Bundesregierung insgesamt waren am Mittwoch wegen angeblich zu häufiger Nutzung ihrer Flugbereitschaft ins Schussfeld der CDU geraten. Ihr Haushaltsexperte Dietrich Austermann hatte erklärt, er habe den Eindruck, die Regierung benehme sich wie "Duodezfürsten, die sich alles erlauben können". Besonders Eichel war vorgeworfen worden, auffallend oft am Wochenende auf die Luftwaffenjets zurückzugreifen. Das Finanzministerium hatte bereits am Vortag bestritten, dass es sich dabei um private Nutzung gehandelt habe, und eine Liste von 30 Flügen zwischen Berlin und Frankfurt veröffentlicht, für die jeweils dienstliche Gründe angegeben wurden.

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