"Er ist ehrgeizig"
Wolfgang Wolf setzt auf den Tiger

Stefan Effenberg hat den ersten Test bei seinem neuen Club VfL Wolfsburg bestanden. Nach fünf Trainingstagen wird der frühere Bayern-Star am Samstag im Bundesligaspiel bei Arminia Bielefeld in der Startformation des VfL stehen.

HB WOLFSBURG. "Ich habe genau hingeschaut. Er hat im Training gut gearbeitet. Da blitzte seine Routine auf, seine Passstärke. Es ist kein großes Risiko, mit Stefan zu beginnen. Also beginnt er", legte sich VfL-Trainer Wolfgang Wolf am Donnerstag auf seinen neuen Führungsspieler fest.

Der 34-jährige Fußball-Profi freute sich auf sein Debüt im VfL- Trikot. "Es kribbelt. Das ist auch für mich kein normales Spiel. Sonst würde ich lügen", sagte der Mittelfeldstratege. Bedenken an seiner körperlichen Fitness wischte er vom Tisch. "Ich habe intensiv trainiert und bin guter Dinge, das Spiel zu gewinnen", meinte die Reizfigur des deutschen Fußballs. Die Wolfsburger Fans haben ihn bisher positiv aufgenommen. "Es gab am Spielfeldrand keine bösen Worte. Das ist die Basis für eine gute Zusammenarbeit", ergänzte Effenberg, der weiterhin eine Wohnung in Wolfsburg und Umgebung sucht.

Nach Ansicht von Trainer Wolf wird es trotz der positiven Trainingseindrücke noch vier oder fünf Wochen dauern, bis Effenberg die ihm zugedachte Führungsrolle optimal übernehmen kann. "Er hat noch nicht mit der kompletten Mannschaft trainiert und ihm fehlt viel Spielpraxis. Aber er ist ehrgeizig", erklärte der VfL-Coach. Offen bleibt, wer für Effenberg seinen Platz in der Anfangsformation räumt. Wahrscheinlich muss zunächst ein Stürmer wie Martin Petrow oder Tomislav Maric auf der Bank Platz nehmen.

Seine ehemaligen Teamkollegen vom FC Bayern wünschten "Effe" viel Glück beim Start in Wolfsburg. "Ich hätte nicht gedacht, dass er noch mal in der Bundesliga spielt. Effenberg ist innerhalb einer Mannschaft ein pflegeleichter Typ. Er kann für Motivation sorgen", sagte Nationaltorwart Oliver Kahn. "Wolfsburg ist durch Effenberg interessanter geworden. Ich werde das Spiel mit einem Auge verfolgen", meinte Trainer Ottmar Hitzfeld.

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