Erdgas als neues Standbein
Vattenfall will in Europa an die Spitze

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall sieht sich mit dem Aufbau eines nordostdeutschen Stromkonzerns auf dem Weg zu einem der Top-Konzerne auf dem europäischen Energiemarkt. "Wir sind glücklich mit dem deutschen Markt", sagte Vattenfall-Präsident Lars Josefsson am Mittwochabend in Berlin.

dpa-afx BERLIN. Nach dem Abbruch der Gespräche mit den US-Konzern Mirant über die Einbeziehung der Berliner Bewag sei die Zusammenführung der Dreiergruppe aus HEW, VEAG und Laubag weit voran gekommen. Der Name der Holding werde um die Jahreswende bekannt gegeben. Josefsson ließ keinen Zweifel daran, dass Vattenfall auch die Finanzmittel für die europäische Strategie aufbringen könne. "Wir sind gut dran."

Bisher sei Vattenfall auf Elektrizität und Wärme ausgerichtet. Künftig werde Erdgas hinzu kommen, kündigte der Konzernchef an. Dies werde bei den weltweiten Bemühungen um eine Reduzierung klimaschädlicher Emissionen eine immer größere Rolle spielen. Dabei sei die Verbundnetz Gas AG (VNG) ein möglicher interessanter Partner. Es gebe aber noch keine Vereinbarung. Auch Gaz de France, die mit der Bewag die Berliner Gasag betreibt, hat Interesse bekundet.

Die jetzige Situation bei der Bewag wird nach Ansicht Josefssons kaum von Dauer sein, weil die Großaktionäre eigentlich in Konkurrenz stünden. Die Bewag wird von der Vattenfall-Tochter HEW und Mirant gleichberechtigt geführt. Mirant betreibe keine Blockadepolitik, betonte Josefsson. Ein Beispiel für ein mögliches Dilemma ist der Einstieg beim Warschauer Netzbetreiber Stoen. Daran sind sowohl die Bewag als auch Vattenfall interessiert.

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