Erfolge im Terminhandel
Deutsche Börse legt weiter zu

Die Deutsche Börse AG hat im ersten Quartal 2003 angesichts weiterhin sprudelnder Gewinne bei der Derivatebörse Eurex ihr Ergebnis im Rahmen der Analystenerwartungen gesteigert.

Reuters FRANKFURT. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei auf 126,1 Mill. ? von 87,4 Mill. ? im Vorjahr gestiegen, teilte der führende deutsche Börsenbetreiber am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Während die Börse hiermit die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 122,11 Mill. ? übertraf, blieb sie beim Überschuss darunter. So stieg der Nettogewinn den Angaben zufolge auf 69,8 Mill. ? von 64,6 Mill. im Vorjahreszeitraum. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Überschuss von 77,57 Mill. ? gerechnet. Analysten verwiesen zur Erklärung auf eine offenbar höhere Steuerquote.

Unter den Segmenten ragte die Derivatebörse Eurex erneut mit einem deutlichen Ergebnisanstieg heraus, während der zum Konzern gehörende Wertpapierabwickler Clearstream unter anderem auf Grund von Abschreibungen Gewinneinbußen hinnehmen musste. Analysten zeigten sich insgesamt zufrieden. "Das ist ein gutes Ergebnis, insbesondere die Kostenseite wurde weiter verbessert. Erklärungsbedürftig sind allerdings die höheren Clearstream-Abschreibungen und die höhere Steuerquote", sagte Heiko Frantzen, Analyst bei Sal. Oppenheim.

Das Segment Eurex steigerte den Angaben zufolge sein operatives Ergebnis (Ebit) im Auftaktquartal um 76 % auf 62,9 Mill. ? im Jahresvergleich. Die weltgrößte Derivatebörse eilt seit Monaten von einem Rekord beim Handelsumsatz zum nächsten, da in schwierigen Börsenzeiten wie derzeit Derivate zur Absicherung von Aktienpositionen besonders begehrt sind.

Deutlich rückläufig war indes im Vergleich zum Vorquartal das operative Ergebnis des Wertpapierabwicklers Clearstream. Hier brach dem Geschäftsbericht zufolge das Ebit belastet von Abschreibungen um gut 47 % gegenüber dem Vorquartal auf 25,1 Mill. ? ein. Dem Bericht der Börse waren zum einen Abschreibungen auf den Firmenwert in Höhe von 15,2 Mill. ? zu entnehmen, außerdem fielen 13,1 Mill. ? an Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände an. "Diese Abschreibungen sind zumindest erklärungsbedürftig", sagte Peter Barkow, Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt, und verwies aber im Gegenzug auf die erfolgreiche Kostensenkung gerade in diesem Bereich. Die Börse hatte die noch nicht im Besitz befindlichen 50 % an Clearstream im vergangenen Jahr für rund 1,6 Mrd. ? übernommen.

Im nachbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz wurden die Titel der Börse kaum verändert gegenüber dem Schlusskurs der offiziellen Börsensitzung von 43,15 ? gehandelt.

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