Erfolgloses Modell läuft 2005/06 aus
Audi verabschiedet sich vom glücklosen A2

Die Volkswagen-Tochter Audi will den A2 nur noch bis zum Ende seiner Laufzeit bauen und dann die Modellreihe komplett einstellen. "Das ist beschlossene Sache", sagte der Audi-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn auf der IAA.

HB FRANKFURT. Die Volkswagen-Tochter Audi lässt damit das zuletzt erfolglose Modell A2 2005/06 endgültig auslaufen. "Den Audi A2 wird es nicht mehr geben. Unsere Aufgabe wird es dann sein, die Marke Seat an der entstehenden Lücke an Audi heranzuführen", sagte Audi-Chef Martin Winterkorn der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Der Absatz des A2 war im ersten Halbjahr mit knapp 16 000 Fahrzeugen (Vorjahr: rund 22 000) weit hinter den Erwartungen des Ingolstädter Autobauers zurückgeblieben.

Der Absatz der übrigen Modelle liege im Plan. Die erhoffte Erholung der Märkte im zweiten Halbjahr habe Audi jedoch noch nicht so stark wie erhofft zu spüren bekommen. "Prognosen für das Gesamtjahr sind deshalb nach wie vor nicht möglich, der angepeilte Rekordabsatz wird jedoch erreicht", sagte Winterkorn. Im ersten Halbjahr war der Gewinn bei leicht steigendem Absatz vor allem wegen des starken Dollars um rund ein Viertel eingebrochen.

Sorgen bereitet Audi nach wie vor das Geschäft in den USA, wo das Unternehmen weit abgeschlagen hinter dem Hauptkonkurrenten BMW liegt. "Die USA sind für uns zwar keine Baustelle im engeren Sinne, ich bergreife diesen wichtigen Markt aber als Chefsache", sagte Winterkorn. Insgesamt wolle Audi in diesem Jahr einen US-Absatz erreichen, "der nicht weit weg von 90 000 Fahrzeugen liegen wird". In den ersten sechs Monaten war der Absatz im wichtigsten Auslandsmarkt um knapp drei Prozent auf rund 41 000 Fahrzeuge gefallen.

Neue finanzkräftige US-Kunden will Audi ab 2005 auch mit dem neuen Geländewagen Pikes Peak locken, der zeitgleich auch in Europa angeboten wird. Lediglich das das "formelle Go fehlt noch". "Geplant sind über die Laufzeit von sechs bis sieben Jahren 400 000 bis 450 000 Fahrzeuge - rund die Hälfte davon wollen wir in den USA verkaufen."

Gegen die stärker werdende Konkurrenz verteidigen will Winterkorn Audis Position als wichtigste Premiummarke auf dem stark wachsenden chinesischen Markt. "In China erwarten wir in diesem Jahr einen Absatz von 55 000 bis 60 000 Fahrzeugen." Das restliche Asien bleibe jedoch weiterhin "eine der wichtigen Baustellen des Unternehmens. Da müssen wir noch mehr tun".

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