Erfolgreich ins Geschäftsjahr gestartet
Hornbach überwindet Durststrecke

Nach einem schwierigem Geschäftjahr steigt das Ergebnis der Baumarktkette im ersten Quartal überproportional und beflügelt die Aktie.

tel FRANKFURT/MAIN. Die viertgrößte deutsche Baumarktkette Hornbach ist erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2003/2004 (28. Februar) gestartet. Musste das Unternehmen im April bei der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen noch rückläufige Erträge für das abgelaufene Geschäftsjahr melden, so konnte Finanzvorstand Roland Pelka gestern auf einer Pressekonferenz in Frankfurt zufrieden verkünden, dass Hornbach seine alte Ertragsstärke zurückgewonnen habe.

Grund für die Aussage sind die positiven Quartalszahlen für den Zeitraum März bis Mai, das erste Quartal im neuen Geschäftsjahr der Hornbach Holding AG. Danach konnte das Unternehmen sein Ergebnis vor Steuern und außerordentlichen Erträgen um 35 % auf 35,8 Mill. Euro steigern. Der Vorstandsvorsitzende Albrecht Hornbach begründete dies mit verbesserten Margen, die durch günstigere Einkaufskonditionen erzielt werden konnten. Daran mitgewirkt habe der strategische Partner Kingfisher, Handelskonzern aus Großbritannien, der eine qualifizierte Minderheitsbeteiligung an der Hornbach Holding hält.

Der Umsatz der Holding stieg um 25 % auf auf 572,3 Mill. Euro. Wichtigste Tochter der Holding ist die Hornbach Baumarkt AG, die rund 95 % zum Konzernumsatz beiträgt. Zur Holding gehören ferner der Bereich Gartenmärkte (LaFiora), Baustoffe (Hornbach Baustoff Union) und eine Immobilientochter.

Die Hornbach Baumarkt AG erhöhte ihr Ergebnis vor Steuern und außerordentlichen Erträgen im ersten Quartal des Geschäftsjahres um 41,6 % auf 32,7 Mill. Euro. Der Umsatz stieg - vor allem wegen der Eröffnung neuer Märkte - um 21,2 % auf 533 Mill. Euro. Aber auch bereinigt um Neueröffnungen stieg der Umsatz der Baumarkt-Tochter um 3,3 %. Insgesamt gibt es jetzt 104 Hornbach-Baumärkte, davon 79 in Deutschland.

Im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr hält die Hornbach Holding an ihrer Prognose fest, im Umsatz prozentual zweistellig zuzulegen. Der Ertrag soll überproportional steigen.

Mit solch positiven Perspektiven hebt sich Hornbach deutlich von den Branchenerwartungen für das laufende Jahr ab. Der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau und Gartenfachmärkte rechnet für das laufende Jahr im Do-it- Yourself- Markt mit einem Umsatzrückgang von 2 % (Vorjahr minus 3,1 %), sieht damit aber die steile wirtschaftliche Talfahrt der Branche überwunden.

An der Börse wurden die Quartalsergebnisse von Hornbach, deren Zentrale in Neustadt an der Weinstraße liegt, honoriert. Die Vorzugsaktien der maßgeblich im Familienbesitz befindlichen Holding stiegen bis zum Nachmittag um knapp 14 % auf 45 Euro. Die Aktien der ebenfalls börsennotierten Hornbach Baumarkt AG legten um über 9 % auf 19,60 Euro zu.

Manch Analyst bemängelt bei der Hornbach-Gruppe die komplizierte Eigentümer-Struktur mit Stamm- und Vorzugsaktien. An dieser Struktur soll laut Albrecht Hornbach allerdings festgehalten werden. Auch an den Anteilsverhältnissen wird sich seiner Aussage nach nichts ändern. Der britische Handelskonzern Kingfisher hatte im vergangene Oktober seine Anteile bei Hornbach aufgestockt.

Im Geschäftjahr 2002/2003 erzielte die Hornbach Holding einen Umsatz von 1,7 Mrd. Euro (plus 14,5 %). Das Ergebnis vor Steuern, außerordentlichen Positionen und Minderheitsanteilen sank um 24 % auf 35,4 Mill. Euro, unter anderem wegen der Kosten für den Bau von 11 neuen Baumärkten.

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