Erfolgreiche Bilanz
Sven Göran Eriksson - Englands erster ausländischer Trainer

Als der Schwede Sven Göran Eriksson im Januar 2001 seinen Dienst als Englands Nationalcoach antrat, wehte der "Union jack" sprichwörtlich auf Halbmast. Für die Engländer war es ein Unding, dass erstmals ein Ausländer das wichtigste Traineramt auf der Insel übernahm.

sid LONDON. "Jetzt hat das Fußball-Mutterland sein Geburtsrecht verkauft an eine Nation von Skifahrern und Hammerwerfern, die ihr halbes Leben in der Dunkelheit verbringen", spottete die Daily Mail über den Tabubruch.

Rund 15 Monate später hört sich das ganz anders an. Eriksson wird mit seiner ruhigen Art in England akzeptiert. Vom letzten Platz in der WM-Qualifikation führte der 54-Jährige David Beckham und Co. unter anderem mit einem triumphalen 5:1-Sieg über Deutschland in München auf direktem Weg zur WM nach Japan und Südkorea. "Ist er erst ein Jahr hier?. Ich kann mich an die Zeit ohne ihn gar nicht mehr erinnern", lobte jüngst der englische Verbands-Exekutivchef Gordon Taylor den Coach und verglich den Skandinavier schon mit Sir Alf Ramsey, Englands Weltmeister-Trainer von 1966.

Eriksson hatte nach seinem Abschied bei Lazio Rom einen Fünf-Jahres-Vertrag mit einem Gehalt von rund 6 Mill. DM pro Jahr beim englischen Verband unterschrieben. Als Assistenztrainer holte sich der Klassikliebhaber seinen Landsmann Tord Grip, mit dem er bereits seit 1976 zusammenarbeitet.

Die gemeinsame Bilanz kann sich sehen lassen. Überall wo Eriksson war, war auch der Erfolg. Auf seinen bisherigen Stationen sammelte der Coach zwei europäische Titel, fünf nationale Meisterschaften und sechs Pokalsiege.

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