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Erfolgreicher Montag für den Dow

Der Dow Jones Index konnte am Montag 182 Punkte mit nach Hause nehmen. Investoren hatten wieder Vertrauen in die Standardwerte. Der Nasdaq Index büßte am Nachmittag wieder Punkte ein. Er fiel in die Verlustzone und schloss leicht unter dem Vortagesniveau. Verantwortliche für die Kursverluste an der Technologiebörse waren vor allen die Chipwerte.

Dass es mit der Erholungsphase an der Wall Street so weiter geht, bezweifeln Marktbeobachter. Zu befürchten ist, dass die Rally vom Montag lediglich ein Strohfeuer war. Investoren reagierten zu früh zu euphorisch, meint Todd Clark, ein institutioneller Investor von W.R. Hambrecht. Zurzeit gebe es keinen Katalysator, der die Kursgewinne gerechtfertigt. Die allgemeine Wirtschaftslage zeige noch keine Anzeichen der Erholung. Daher ist der Boden noch nicht gefunden.

Erhebungen der Agentur First Call ergeben, dass Analysten für die 500 S&P Werte durchschnittlich einen Gewinnrückgang von 7,5 Prozent im ersten Quartal und 5,4 Prozent im zweiten Quartal prognostizieren. Im zweiten Halbjahr soll es dann wieder nach oben gehen. Analysten erwarten im dritten Quartal einen Gewinnanstieg von 2,5 Prozent und im vierten Quartal ein Anstieg von 13,6 Prozent. Damit wird für das Gesamtjahr 2001 ein Gewinnanstieg von einem Prozent vorausgesagt.



Zulegen konnte am Montag vor allem der Pharmasektor. Merck stand auf der Gewinnerliste des Dow Jones Indexes und auch Pfizer gewann an Wert. Abgeben musste nur die Johnson & Johnson Aktie, nachdem Spekulationen aufgekommen waren, dass das Unternehmen die Pharmafirma Alza für zwölf Milliarden Dollar kauft. Der Alza Titel profitierte dagegen von den Übernahmengerüchten.

Nortel und Cisco litten unter Analystenabstufungen. Lehman Brothers reduzierte die Gewinnschätzungen für Nortel, während UBS Warburg die Gewinnprognosen für Cisco kürzte.



Lob bekam dagegen der Einzelhandelssektor. Salomon Smith Barney stufte Home Depot auf. Zudem deuten steigende Preise für Bauholz darauf hin, dass der Branche vor allem ab der zweiten Jahreshälfte wieder bessere Zeiten bevorstehen. Auch der weltweit größte Einzelhandelskonzern Wal-Mart erntete am Montag eine Kaufempfehlung. Robertson Stephens stufte Wal-Mart von "attraktiv" auf "kaufen" auf.

Zwei Warnungen belasteten den Chipsektor. Die Hersteller von Kommunikationschips PMC-Sierra und Conexant haben vor geringeren Umsätzen und Gewinnen gewarnt. Zerbröckelnde Nachfrage und große Lagerbestände bei den Kunden sorgen für Verlustausweitung. Beide Firmen werden daher Arbeitsplätze abbauen. Eine Erholung ist derzeit nicht in Sicht, so Conexants CEO Dwight Decker in einer Presseerklärung. PMC Sierra wird 13 Prozent und Conexant ein Fünftel der Arbeitsplätze abbauen.

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