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Erfolgreicher Premieren-Trick - Gladbach feiert 2:1-Sieg

Mit einem Griff in die Trickkiste hat Dick Advocaat eine erfolgreiche Heimpremiere gefeiert und seinem Club wieder den Weg in die Erfolgsspur gewiesen. „Das war schon eine Steigerung. Aber wir müssen noch besser werden“, sagte der neue Trainer der Borussen nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den 1.

dpa MÖNCHENGLADBACH. Mit einem Griff in die Trickkiste hat Dick Advocaat eine erfolgreiche Heimpremiere gefeiert und seinem Club wieder den Weg in die Erfolgsspur gewiesen. "Das war schon eine Steigerung. Aber wir müssen noch besser werden", sagte der neue Trainer der Borussen nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg.

Mit vier Punkten aus zwei Spielen ist der ehemalige niederländische Nationalcoach den hohen Erwartungen im Umfeld erst einmal gerecht geworden. "Wenn man zwei Tore macht und dem Gegner nicht viele Chancen lässt, ist das schon gut", befand Advocaat.

Dabei hat der Gladbacher Fußball-Lehrer nur eine simple Idee umgesetzt. Der in dieser Spielzeit noch nicht zum Einsatz gekommene Igor Demo, den Advocaat vor sieben Jahren zum PSV Einhoven geholt hatte, stand plötzlich für Enrico Gaede in der Startelf und verrichtete im Mittelfeld wertvolle Defensivarbeit gegen Nürnbergs Torjäger Marek Mintal. "Ich kenne Demo besser als Gaede. Man hat gesehen, dass er ein bisschen mehr Erfahrung hat und auch nach vorne spielen kann", sagte der Borussen-Coach, der seinem Team in den letzten zehn Tagen vor allem diszipliniertes Abwehrverhalten beigebracht hat.

"Er ist ein harter Trainer, aber im positiven Sinne. Bei ihm zählt die Leistung", sagte der Slowake Demo, der mit seinem Einsatz zum Erfolg durch die Treffer der beiden Stürmer Oliver Neuville (19./Foulelfmeter) und Vaclav Sverkos (73.) beitrug. Der zuletzt unter Trainer Holger Fach ebenfalls nicht berücksichtigte Sverkos traf bereits zum zweiten Mal im zweiten Spiel unter Advocaat. "Da kann man mal sehen, wie schnell das geht", meinte der Coach.

Wie eng Jubel und Misserfolg beisammen liegen, haben die Nürnberger eine Woche nach ihrem triumphalen 4:0-Erfolg über Spitzenreiter VfL Wolfsburg eindrucksvoll bewiesen. "Wir haben viel zu schlampig gespielt. Es muss ja nicht schön sein, aber wenigstens effektiv", sagte Wolfgang Wolf, dessen Team jetzt punktgleich mit den Gladbachern im Tabellenmittelfeld steht (beide 16). "Wir haben noch nicht so viele Punkte, dass man sagen kann, wir sind gerettet", warnte der Nürnberger Coach.

Vor allem der viel gelobte Torjäger Mintal, dem in der Nachspielzeit per Strafstoß nach Handspiel von Joris van Hout noch der Anschlusstreffer gelang, wurde von seinem Freund und Landsmann Demo völlig aus dem Spiel genommen. "Das muss er auch noch lernen, wie man sich verhält, wenn man so eng gedeckt wird", meinte Wolf. Immerhin führt der Slowake jetzt mit zehn Treffern gemeinsam mit Delron Buckley (Arminia Bielefeld) die Torschützenliste an.

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