Erfolgreiches Start-up
Rasantes Wachstum mit stärkeren Displays

Über spiegelnde oder schwache Displays hat sich jeder schon geärgert, der mit seinem Laptop im Freien arbeitet oder im gleißenden Sonnenlicht die neueste SMS auf seinem Handy lesen will. Jürgen Eichner hat den Ärger nicht runtergeschluckt, sondern daraus eine Idee für eine Unternehmensgründung entwickelt.

HB. Sein Unternehmen, die Via Optronics GmbH, verarbeitet herkömmliche Displays so weiter, dass sie tageslichttauglich sind und "in sehr hellen Umgebungen genutzt werden können", wie der 48-jährige Gründer erläutert. Die in Asien eingekauften LCD-Displays werden durch optische Filme und Beschichtungen erhellt und entspiegelt. Zugleich sind die Displays nach Angaben des Geschäftsführers deutlich robuster, da sie dank einer speziellen Technik mit einem Schutzglas oder einem Touchscreen verklebt werden. Die Technologie hat Eichner mit dem befreundeten Unternehmer Franz Bechtold entwickelt und mit der Gründung der GmbH im Jahr 2006 auf den Markt gebracht. Zuvor hatte er im Display-Vertrieb eines US-Unternehmens gearbeitet und besaß daher gute Kenntnisse über die Kundenwünsche.

Der Start des Unternehmens verläuft rasant: Nach eigenen Angaben lag der Umsatz im ersten Geschäftsjahr bei 200 000 Euro und stieg 2007 bereits auf zwei Millionen Euro. In diesem Jahr habe Via Optronics bereits Aufträge im Umsatzvolumen von acht Millionen Euro sicher, sagt Eichner. Die veredelten Displays werden noch in Kleinserien entsprechend den Kundenwünschen gefertigt - sie sind für den Massenmarkt mit Handys noch nicht geeignet. Aber das soll in wenigen Jahren anders sein, erläutert der Gründer. Geordert werden die Displays von Bauunternehmen, Geldautomaten-Herstellern und Firmen, die mobile Test- und Anzeigegeräte vorwiegend zum Betrieb im Freien einsetzen. Derzeit kommen zudem Großdisplays aus der Entwicklung von Via Optronics, die als Werbeanzeigen verwendet werden können und die im Vergleich zu herkömmlichen Großdisplays weniger Energie für die Kühlung brauchen sollen.

Den Ausbau des Geschäfts haben Eichner und sein Geschäftsfreund nicht allein aus eigener Tasche finanziert: Im Sommer vergangenen Jahres steckte die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft in Form einer stillen und offenen Beteiligung 500 000 Euro in das Unternehmen, das in Schwarzenbruck südlich von Nürnberg seinen Sitz hat und für den diesjährigen Deutschen Gründerpreis nominiert war. Mehr als 40 Mitarbeiter sind heute bei Via Optronics beschäftigt. Gründer Jürgen Eichner plant neben der technischen Weiterentwicklung in den nächsten Jahren auch die Expansion auf den US-Markt.

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