Erfolgsaussichten aber "eigentlich albern"
Fischer: Grüner Kanzlerkandidat denkbar

Reuters BERLIN. Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hält es unter gewissen Bedingungen für denkbar, dass die Grünen einen eigenen Kanzlerkandidaten benennen. Fischer sagte der "Bild"-Zeitung vom Montag, er betrachte Überlegungen, dass die Grünen oder die FDP jemals wirklich den Kanzler stellen könnten, als "eigentlich albern". Er ergänzte jedoch, "sollten sich aber zu einem späteren Zeitpunkt neue, faktische Beweggründe ergeben, was zum Beispiel den Zugang zu TV-Sendern anbelangt", könne man über die Frage eines grünen Kanzlerkandidaten neu diskutieren. Fischer kündigte an, er werde bei den Wahlen 2002 seine ganze Popularität in den Waagschale werfen, um den Grünen zu einem guten Ergebnis zu verhelfen.

Fischer zog eine positive Halbzeitbilanz für die rot-grüne Bundesregierung. Die Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nannte Fischer gut. Zur heftig umstrittenen Ökosteuer sagte er, diese sei notwendig. Wäre sie schon Jahre früher eingeführt worden, zu Zeiten niedrigerer Ölpreise, "gäbe es heute nicht das böse Erwachen". Wichtig angesichts der derzeit hohen Ölpreise sei nun vor allem, den Energieverbrauch zu senken und stärker auf Energie sparende Techniken zu setzen.

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