Erfolgsmodelle verstärkt im Visier
Phoenix: Dividende nach Verlust halbiert

Der Hamburger Autozulieferer Phoenix setzt in einer unsicheren Konjunkturlage auf die Erfolgsmodelle seiner Abnehmer. "Die Produktion von Automobilen wird in Deutschland in diesem Jahr um sechs Prozent zurückgehen; bei Nutzfahrzeugen sogar um acht Prozent", sagte Hans-Joachim Zwarg, Finanzvorstand der Phoenix AG, heute in Hamburg. In den ersten drei Monaten sei der Rückgang noch stärker gewesen.

dpa HAMBURG. Phoenix will jedoch seinen Umsatz mit Automobilherstellern im laufenden Jahr zumindest halten. Dazu sollen Zulieferungen zum Beispiel für die E-Klasse von Mercedes, den neuen Opel Vectra, den 7er-BMW und den VW Polo beitragen.

Die wenig dynamische Wirtschaftsentwicklung in den Industrieländern bremst Phoenix auch in den Geschäftsfeldern, die nichts mit Autos zu tun haben. Dazu zählen Förderbänder für den Bergbau oder die Bauindustrie. Phoenix strebe deshalb im laufenden Jahr lediglich an, den Rekordumsatz des Vorjahres von 1,14 Milliarden Euro zu erreichen, sagte Zwarg. Dahinter verberge sich ein Wachstum von vier Prozent, weil Phoenix sich von Unternehmen getrennt habe, deren Umsatz entsprechend wegfalle.

"Unsere eingeleiteten Maßnahmen lassen aber einen höheren Gewinn erwarten", sagte Zwarg. Im abgelaufenen Jahr verringerte sich der Vorsteuergewinn des Phoenix-Konzerns laut Zwarg "bedenklich" von 22,7 auf 8,1 Millionen Euro. Der schwache Ertrag sei aber fast ausschließlich auf Preissteigerungen beim Materialeinkauf zurückzuführen, die allein mit 16,9 Millionen Euro zu Buche schlugen. "Der Materialaufwand als Hauptkostentreiber ist nach dem starken Preisauftrieb 2001 wieder rückläufig und nähert sich dem Preisniveau von 2000 an", sagte Zwarg.

Obgleich der Konzern nach Steuern einen Verlust von sieben Millionen Euro ausweist, erhalten die Aktionäre eine halbierte Dividende von 0,30 Euro aus Gewinnrücklagen. Der Phoenix-Konzern beschäftigt mehr als 10 000 Mitarbeiter, davon 42 Prozent im Ausland.

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