Erfreuliche Kommentare von Notenbankmitglied Laurence Meyer
Positiver Handelsschluss

Der Machtwechsel im US-Senat und ernüchternde Konjunkturdaten belasteten die Stimmung am Donnerstag an New Yorks Börsen. Erfreuliche Kommentare von Notenbankmitglied Laurence Meyer gaben den Märkten am Nachmittag dann einen positiven Impuls. Sowohl der Dow Jones Index als auch der Nasdaq Index schlossen im Plus.

Bei moderatem Handelsvolumen hatten vor allem die Werte, die bisher von der Bush-Regierung profitierten, unter den neuen Mehrheitsverhältnissen im US-Senat zu leiden. Pharma- und Ölaktien büßten an Wert ein. Während die Papiere von Merck, Bristol-Myers und Pfizer verloren, konnte sich Tabakaktie Philip Morris tapfer im Plus halten.

Der Grund für die Turbulenzen im amerikanischen Senat war der Fraktionsaustritt von Senator Jim Jeffords, einem Mitglied der Bush-Regierung. Der 67-jährige erklärte am Donnertagmorgen, dass er aus der Fraktion austreten und in Zukunft als unabhängiges Mitglied des Senates arbeiten werde. Damit verändert sich das Stimmenverhältnis im Senat zu Gunsten der Demokraten auf 51 zu 49 Stimmen.

Doch nicht nur die Neuigkeiten von Capitol Hill störten am Donnerstag die Marktstimmung. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen in der vergangenen Woche ebenfalls stärker an. Wenig Trost konnte der Index der neugebauten Häuser spenden. Im April ging die Zahl der neugebauten Einfamilienhäuser um 9,5 % so stark zurück wie seit über vier Jahren nicht mehr.

International Paper unter den Verlierern

Auftrieb bekamen die Märkte am Donnerstag immerhin von positiven Kommentaren des Fed-Mitglieds Laurence Meyer. Die US-Wirtschaft werde wieder zu einem Wachstum von 3,5 bis 4 Prozent zurückkehren, nach wie vor sei die Gefahr vor einer Rezession größer als die vor einer Inflation, sagt Meyer. Das beruhigt die Anleger. Mit Spannung warteten sie nicht nur auf die Rede von Notenbankchef Alan Grennspan am Abend, sondern auch auf die für morgen angekündigten Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt.

Zu den größten Gewinnern des Dow Jones Index gehörten am Donnerstag die Aktien von General Motors, IBM und Mc Donald´s. Papier und Chemietitel gehörten da eher zu den ungeliebten Kindern. Das Papier von International Paper gehörte zeitweise zu den größten Verlierern der 30 US-Standardwerte. Der Titel büßte an Wert ein, nachdem das Brokerhaus Salomon Smith Barney die Preisprognosen für Pulpe, den Rohstoff zur Papierherstellung, für 2001 und 2002 reduziert. Verantwortlich ist dafür vor allem der im Vergleich zum Euro feste US- Dollar.

Den Nasdaq Index trieben die Punktgewinne der Biotechnologiewerte ins positive Terrain. MedImmune und Abgenix standen ganz oben auf dem Siegertreppchen. Einbußen bei Internet-, Chip- und Telekommunikationswerten begrenzen jedoch die Freude der Anleger.

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