Ergbnis auf Vorjahresniveau erwartet
Douglas hofft nun auf den kleinen Luxus

Der Handelskonzern Douglas hat angesichts der Konsumflaute in Deutschland seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2002 erneut zurückgenommen.

Reuters DÜSSELDORF. Die Chancen lägen gut, beim Ergebnis im gewöhnlichen Geschäft das Vorjahresniveau von 118 Millionen Euro zu erreichen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hagen mit. Der Konzernumsatz solle sich "unter der Annahme eines guten Weihnachtsgeschäfts" um zwei bis vier Prozent erhöhen. Noch im August hatte Douglas erklärt, 2002 sowohl beim Konzernumsatz als auch beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um zwei bis vier Prozent zulegen zu wollen. Damit hatte der Konzern bereits die Prognose vom Mai gesenkt. Damals war Douglas noch davon ausgegangen, bei beiden Kennziffern um vier bis sechs Prozent zulegen zu können.

"Die Lage im Einzelhandel bleibt weiter angespannt", unterstrich der Konzern. Auch im Oktober hätten sich die Umsatz- und Ergebniserwartungen nicht ganz erfüllt. Nun komme dem Weihnachtsgeschäft entscheidende Bedeutung zu. Es gebe erste Anzeichen, dass die Stimmung der Verbraucher nach Monaten der Kaufzurückhaltung wieder besser werde. Die Erfahrung zeige zudem, dass "sich unsere Kunden auch in schwierigen Zeiten den kleinen Luxus gönnen wollen", betonte Vorstandschef Henning Kreke. Davon sollten vor allem die drei Kerngeschäftsbereiche - die Douglas-Parfümerien, die Christ-Schmuckgeschäfte und die Thalia-Buchhandlungen - profitieren.

Im dritten Quartal konnte Douglas seinen operativen Gewinn steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe 27,2 (Vorjahr: 23,7) Millionen Euro betragen. Das Ergebnis des gewöhnlichen Geschäfts stieg auf 2,1 (Minus 2,1) Millionen Euro. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf 493 Millionen Euro zu.

Wachstumsmotor im Konzern seien die Auslandsgesellschaften, teilte Douglas weiter mit. In den ersten neun Monaten seien die Umsätze dort um 7,7 Prozent auf 366 Millionen Euro gestiegen. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 1,43 (1,41) Milliarden Euro in diesem Zeitraum sei auf 25,6 (24,2) Prozent geklettert.

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