Ergebnis am Freitag erwartet
Urabstimmung in Sachsens Metallindustrie angelaufen

In der sächsischen Metall- und Elektroindustrie hat Montag die Urabstimmung über einen Streik für die 35-Stunden-Woche begonnen. Im Radebeuler Druckmaschinenwerk KBA Planeta stimmen die Gewerkschaftsmitglieder seit 4.00 Uhr ab, teilte die IG Metall mit. Von den 2 100 Mitarbeitern sind etwa zwei Drittel stimmberechtigt.

HB/dpa RADEBEUL. Etwa 500 Gewerkschaftsmitglieder beteiligten sich bis 8.30 Uhr an der Urabstimmung bei Planeta. Auch bei der Zwickauer Sasit Industrietechnik haben am Morgen die Abstimmungen begonnen. Am Montag sind Abstimmungen in weiteren Unternehmen geplant.

Unterdessen schloss der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, auch nach dem Streikvotum in der Ost-Stahlindustrie eine Arbeitszeitverkürzung aus. Im DeutschlandRadio Berlin sagte Kannegiesser, in dieser zerbrechlichen Situation sei die Unterbrechung der Produktion durch Streiks ein Spiel mit dem Feuer, das viele Arbeitsplätze kosten könnte.

In der Ost-Stahlindustrie hatten sich zuvor 83,06 % der aufgerufenen Gewerkschaftsmitglieder und damit deutlich mehr als die erforderlichen 75 % für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Die Streiks sollen ungeachtet neuer Verhandlungen am 2. Juni beginnen. Die Ost-Stahlkocher und die Ost-Metaller arbeiten derzeit bei annähernd gleichen Entgelten drei Stunden länger als ihre Kollegen in Westdeutschland.

In Sachsen sind nach IG-Metall-Angaben bis zum Mittwoch 16 000 Gewerkschaftsmitglieder in 85 tarifgebundenen Betrieben zur Abstimmung aufgerufen. Das Ergebnis soll am Freitag in Berlin bekannt gegeben werden.

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