Ergebnis gesteigert
RWE bekräftigt Jahresprognose

Der Energiekonzern RWE hat dank seines florierenden Kerngeschäfts Betriebsgewinn und Umsatz in den ersten neun Monaten verbessert. Für das Gesamtjahr 2002 bekräftigte Deutschlands zweitgrößter Versorger seine Prognose, den Gewinn im operativen Geschäft weiter zu steigern.

Reuters ESSEN. Von Januar bis September erzielte RWE nach Angaben vom Mittwoch einen Zuwachs beim Betriebsergebnis von zwölf Prozent auf 3,183 Mrd. Euro. Der Gewinn lag damit nahezu im Rahmen der Erwartungen von Analysten, die in einer Reuters-Umfrage durchschnittlich 3,237 Mrd. Euro errechnet hatten. Der Konzernumsatz lag mit 40,4 Mrd. Euro zugleich rund drei Prozent über Vorjahr.

Als wichtigsten Erfolgsfaktor bezeichnete RWE sein Stromgeschäft, in welchem der Konzern eine Gewinnsteigerung von 46 % verzeichnen konnte. Bei den Nicht-Kerngeschäften habe man dagegen einen Gewinneinbruch von 64 % zu verkraften gehabt. Nicht zum Kerngeschäft gehören bei RWE der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druckmaschinen AG und der Baukonzern Hochtief.

Ungeachtet dieser Entwicklung sieht RWE im Gesamtjahr für den Konzern ein über dem Vorjahr liegendes Betriebsergebnis. Im Kerngeschäft dürfte der Zuwachs mehr als 20 % betragen, bekräftigte RWE seine früheren Prognosen. Die aktuell positive Geschäftsentwicklung führt RWE auf gestiegene Großhandelspreise beim Strom ebenso zurück wie auf Kostensenkungen.

Der Nettogewinn im Konzern dürfte 2002 allerdings unter dem Vorjahresniveau liegen. Grund seien Goodwill-Abschreibungen von rund 830 Mill. Euro, die durch die Erstkonsolidierungen des britischen Versorgers Innogy und der tschechischen Ferngasgesellschaft Transgas anfielen.

RWE lieferte als Vergleich für seine aktuellen Ergebnisse bereinigte Zahlen für die ersten neuen Monate 2001. Wegen der Umstellung des Konzern-Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr und umfangreicher Veränderungen im Unternehmens-Portfolio waren keine direkten Vergleichszahlen verfügbar. Seit Jahresbeginn ist beispielsweise der Baukonzern Hochtief nur noch als Finanzbeteiligung in die Konzernrechnung aufgenommen.

Nach RWE wird am Donnerstag auch der Branchenprimus Eon seinen aktuellen Zwischenbericht veröffentlichen.

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