Ergebnis im Rahmen der Erwartungen: Austrian Airlines will abheben

Ergebnis im Rahmen der Erwartungen
Austrian Airlines will abheben

Die Austrian Airlines AG hat im Jahr 2002 den angekündigten und erwarteten Turnaround geschafft. Im laufenden Jahr will die Luftfahrtgruppe trotz der nach wie vor schwachen Konjunktur und der Unwägbarkeit eines Irakkrieges das Vorjahresergebnis übertreffen. Im Jänner 2003 sei man im Verkehrsergebnis unter den Erwartungen geblieben, teilte die AUA am Donnerstag mit.

Reuters WIEN. Die AUA hat im Jahr 2002 nach vorläufigen Zahlen ein Betriebsergebnis (EBIT) von plus 41,4 (minus 88,9) Millionen Euro erzielt. Der Konzernumsatz wurde von der Luftfahrtgruppe mit 2,204 (2,095) Milliarden Euro angegeben. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Amortisation und Rentals (Ebitdar) betrug nach Angaben der AUA vom Donnerstag 463,3 (219,6) Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Steuern nannte die AUA mit plus 4,0 (minus 164,1) Millionen Euro. Der Jahresüberschuss hat sich auf 42,6 Millionen Euro verbessert, nachdem 2001 ein Fehlbetrag von 166,0 Millionen Euro ausgewiesen worden war.

AUA hatten im Dezember das Ebit mit "über 40 Millionen Euro" prognostiziert. Analysten hatten im Vorfeld im Durchschnitt knapp 45 Millionen Euro Ebit erwartet.

"Mit vereinten Kräften, Kampfgeist und großem Einsatz der Mannschaft ist es uns in einem ersten Schritt gelungen, die Austrian Airlines Group in die Gewinnzone zurückzuführen. Das Fundament für den Aufschwung ist gelegt und das Selbstvertrauen ist zurückgekehrt. Wir werden uns als relativ kleiner aber um so spezialisierterer Marktteilnehmer im harten internationalen Wettbewerb behaupten", wird AUA-Vorstandsvorsitzender Vagn Sörensen in der Aussendung zitiert.

Fortschritte habe man auch in der Rückführung der Schulden gemacht. Das Ausmaß der verzinslichen Verbindlichkeiten habe um 433,6 Millionen Euro auf 2,27 (2,71) Milliarden Euro gesenkt werden könnten. Der Verschuldungsgrad - net gearing - sei damit auf 290,2 (337,9) Prozent gesunken, heißt es bei der AUA. Die Eigenkapitalquote sei auf 14,6 (12,7) Prozent verbessert worden. Das Ergebnis 2003 soll positiv sein und über dem des Jahres 2002 liegen, so die AUA.

"Aufgrund der in der Dimension und Nachhaltigkeit noch nicht abschätzbaren Konjunkturflaute und der tatsächlichen Auswirkungen eines möglichen Irak-Konfliktes kann zum jetzigen Zeitpunkt keine abgesicherte Prognose für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2003 abgegeben werden", heißt es in der Aussendung. Dennoch legt sich die AUA insofern fest, als sie schreibt: "Aus heutiger Sicht wird das positive Jahresergebnis 2003 dennoch über jenem für 2002 liegen".

"Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines eventuellen Irak-Konflikts werden unserem Ergebnisverlauf eine temporäre Delle zufügen, können aber unseren eingeschlagenen Sanierungskurs grundsätzlich nicht aufhalten", wird Sörensen weiter zitiert.

Erst in der Vorwoche hatte die AUA wegen der schlechten Buchungslage im Jänner und Februar - erste Auswirkungen des möglichen Irak-Krieges und der schwachen Konjunktur - die im Dezember 2002 gemachte Prognose, im laufenden Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 45 Millionen Euro zu erzielen, revidiert.

Im Jänner hat die AUA bei den Passagierzahlen zugelegt. Mit insgesamt 585 275 Passagieren verzeichnete man gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres einen Zuwachs von 9,2 Prozent, dennoch liege dieses Ergebnis unter den Erwartungen. Der Jänner 2002 sei noch durch die äußerst schlechte Verkehrsnachfrage im Gefolge des 11. September geprägt gewesen und war um 3,3 Prozent unter den Zahlen des Jänner 2001 gelegen. Die Gesamt-Sitzauslastung sei um 2,8 Prozentpunkte auf 67,5 Prozent gesteigert worden, so die AUA.

AUA schlossen zuletzt bei 6,80 Euro und eröffneten am Donnerstag nach Vorlage der vorläufigen Zahlen für 2002 ohne signifikante Umsätze unverändert. Seit Jahresbeginn haben AUA damit 1,5 Prozent verloren. Der ATX hat seitdem 0,5 Prozent zugelegt.

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