Ergebnis im Rahmen der Erwartungen
Euronext steigert Betriebsgewinn

Der paneuropäische Börsenbetreiber Euronext hat im vergangenen Jahr dank gestiegener Umsätze und Kostensenkungen seinen Gewinn wie von Analysten erwartet deutlich gesteigert. Der Konkurrent der Deutschen Börse AG bekräftigte zudem, der Gewinn auf Ebita-Basis werde bei begrenztem Umsatzwachstum weiter zulegen.

rtr PARIS/AMSTERDAM. Der Nettogewinn sei 2002 um 187 % auf 166,2 Mill. ? gestiegen, teilte der zweitgrößte Börsenbetreiber Europas am Freitag mit. Operativ habe sich vor Amortisationen (Ebita) ein Gewinn von 237,8 Mill. ? nach 111,2 Mill. ? auf ungeprüfter Pro-Forma-Basis ergeben. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebita von 239,5 Mill. ? und einem Nettogewinn von 168,3 Mill. ? gerechnet. Euronext-Aktien stiegen im frühen Geschäft an einer festeren Pariser Börse um mehr als vier Prozent auf 18,68 ?.

Auch einmalige Einnahmen in Höhe von rund 71 Mill. ? trugen den Angaben nach zu dem kräftigen Gewinnanstieg 2002 bei. Ein Großteil davon stammte aus dem Verkauf des 20-Prozent-Anteils der Euronext am Clearing-Bereich des internationalen Clearinghauses Euroclear.

Im Dezember hatte Euronext seine Ebita-Prognose auf 240 Mill. ? von 190 bis 210 Mill. ? heraufgesetzt. Für 2003 machte Euronext am Freitag mit Verweis auf die unsichere wirtschaftliche und politische Situation in der Welt aber keine konkreten Prognosen. Das Unternehmen bekräftigte aber die Erwartung, dass der Umsatz zurückgehen werde. Durch weitere Kostensenkungen werde sich aber das Ebita verbessern.

Euronext-Chef Jean-Francois Theodore bestätigte zudem, die Fusionsgespräche zwischen seinem Clearing-Bereich Clearnet und dem London Clearing House würden noch andauern. Im Februar hatte das Unternehmen, das im Jahr 2000 aus dem Zusammenschluss der Börsen in Paris, Amsterdam und Brüssel entstanden war, für das vergangene Jahr einen Umsatzanstieg um 6,4 % auf 996,55 Mill. ? bekannt gegeben. Grund für das Plus war vor allem das gute Geschäft mit dem Derivatehandel. Euronext hatte 2002 erstmals auch die Umsätze der Londoner Derivate-Börse LIFFE in den Büchern berücksichtigt, die seit Ende 2001 zu Euronext gehört. Anfang 2002 war zudem noch die Börse in Lissabon hinzugekommen.

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