Ergebnis mit 59,8 Mio. Euro nahezu verdoppelt
Dürr steigert Umsatz deutlich

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sei bis Ende September mit 59,8 Mio. Euro nahezu verdoppelt worden, teilte der Technologiekonzern mit.

Reuters STUTTGART. Der Technologiekonzern Dürr AG hat in den ersten 9 Monaten 2000 seinen Umsatz gesteigert und seine Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. Der Konzernumsatz sei bis Ende September um 88 % auf 1,183 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mit. Über die Hälfte des Wachstums entfalle dabei allerdings auf neu erworbene Firmen. Das Ergebnis vor Steuern sei im selben Zeitraum um 18,1 % auf 19,6 Mill. Euro erhöht worden. Im Gesamtjahr solle dank der anhaltenden Marktstärke den Umsatz über die bislang prognostizierten deutlicher steigern als die bisher prognostizierten 1,7 Mrd. Euro, teilte Dürr weiter mit, ohne Details dazu zu nennen.

Dürr teilte weiter mit, der Konzern habe erneut Großaufträge aus der Automobilindustrie erhalten. Dadurch habe sich der Auftragseingang in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 1,519 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Der Auftragsbestand habe somit bei 1,397 Mrd. Euro gelegen, 36 % über dem Wert von Ende September 1999. Zur Ertragssituation hieß es, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sei um 96 % auf 59,8 Mill. Euro gestiegen. Für das Gesamtjahr hielt Dürr an der Prognose fest, wonach der Vorsteuergewinn trotz der hohen Belastungen aus Firmenwertabschreibungen prozentual zweistellig wachsen solle.

Der Stuttgarter Konzern hatte sich im Vorjahr durch einige Übernahmen von einem reinen Lackieranlagenhersteller zu einem Systemanbieter für die Automobilindustrie gewandelt. So hatte das Unternehmen den Darmstädter Maschinenbauer Carl Schenck AG mehrheitlich erworben und in Frankreich die Firma Alstom Automation gekauft. Carl Schenck sei in den jetzigen Ergebniszahlen für das zweite und dritte Quartal mit statistisch ermittelten Werten einbezogen, teilte Dürr weiter mit.

Der Carl Schenck-Konzern habe seinen Umsatz bis Ende September um 31 % auf 376,8 Mill. Euro ausgeweitet. Wegen außerordentlicher Effekte sei das Ebitda aber um 24 % auf 14,6 Mill. Euro zurück gegangen. Die Zusammenarbeit zwischen Dürr und Schenck verlaufe planmäßig. Im größten Geschäftsbereich Lackieranlagen habe Dürr mit Erlösen von 598,2 Mill. Euro ihre führende Position in diesem Markt verteidigt, hieß es.

Im vergangenen Jahr hatte der Dürr-Konzern bei einem Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro ein Ergebnis vor Steuern von 35,6 Mill. Euro erreicht. An der Frankfurter Börse legten die Aktien des im M-Dax der 70 wichtigsten Nebenwerte notierten Firma am Mittwochmittag um 1,47 % auf 22,80 Euro zu.

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