Ergebnis nochmals verbessert: Rüttgers bleibt CDU-Chef in NRW

Ergebnis nochmals verbessert
Rüttgers bleibt CDU-Chef in NRW

Mit einem deutlich verbesserten Wahlergebnis hat die nordrhein-westfälische CDU ihren Landesvorsitzenden Jürgen Rüttgers für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Auf einem Landesparteitag in Bochum stimmten am Samstag 80,8 % der Delegierten für den früheren Bundesbildungsminister. Vor zwei Jahren hatte Rüttgers 72,7 % der Stimmen erhalten.

HB/dpa BOCHUM. Für Rüttgers stimmten 594 Delegierte, 98 Delegierte votierten mit Nein, 19 enthielten sich der Stimme. Die CDU, die Enthaltungen als ungültige Stimmen wertet, errechnet aus diesen Zahlen sogar eine Zustimmung von 83,5 %. Rüttgers, der auch stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ist, steht seit 1999 an der Spitze des größten CDU-Landesverbands.

Der bisherige Telekom-Manager Hans-Joachim Reck wurde zum neuen Generalsekretär an Rhein und Ruhr gewählt. Er erhielt 79,2 % der Stimmen. Reck war in den 90er Jahren Bundesgeschäftsführer der CDU. Zu stellvertretenden Parteivorsitzenden wählte der Parteitag die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach und Ursula Heinen, den Gelsenkirchener Oberbürgermeister Oliver Wittke, den Landtagsabgeordneten Eckhard Uhlenberg und die ehemalige Berliner Kultursenatorin Christa Thoben. Schatzmeister bleibt der Landtagsabgeordnete Lothar Hegemann.

In seinem Rechenschaftsbericht bekräftigte Rüttgers seinen Anspruch auf die Spitzenkandidatur der Christdemokraten bei der Landtagswahl in zwei Jahren. Sein Ziel sei der Sieg im Mai 2005. "Dahin will ich unsere CDU führen." Rüttgers war auch bei der Landtagswahl im Jahr 2000 Spitzenkandidat der CDU. Damals kam die CDU auf 37,0 % der Stimmen. Die Chancen der CDU, nach fast 40 Jahren in Düsseldorf wieder an die Regierung zu kommen, seien so gut wie nie, sagte Rüttgers. Die SPD sei ausgelaugt, die CDU schneide bei den Meinungsumfragen sensationell gut ab und liege weit vorn.

Rüttgers warf der rot-grünen Landesregierung Versagen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit vor. Seit dem Amtsantritt von Arbeitsminister Harald Schartau (SPD) habe es im Schnitt jeden Tag 137 Arbeitslose mehr und jeden Tag 43 freie Stellen weniger gegeben. Noch nie sei in einem März die Arbeitslosigkeit in Nordrhein- Westfalen so hoch gewesen wie in diesem Jahr. "Wer bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit so versagt, sollte über seinen Rücktritt nachdenken", sagte Rüttgers.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%