Ergebnis sinkt
LBBW will rund 700 Stellen abbauen

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will bis 2004 rund 700 von derzeit 10 281 Arbeitsplätzen abbauen. Es solle keine betriebsbedingten Kündigungen geben, sagte Vorstandschef Hans Dietmar Sauer am Donnerstag in Stuttgart.

HB/dpa STUTTGART. Frei werdende Stellen würden nicht wieder besetzt. Künftig will die LBBW jährlich Kosten von 140 Millionen Euro einsparen, um ihre Erträge zu steigern. "Wir schütteln die Bank kräftig durcheinander", sagte Sauer. "Wir haben radikal gerechnet. Die Personal- und Sachkosten sind die kriegsentscheidende Stelle."

Welche Bereiche vom Stellenabbau besonders betroffen sind, sei schwer zu sagen, meinte Sauer. Großes Einsparungspotenzial sehe er unter anderem im Bereich der EDV und im Privatkunden-Geschäft. In den Stellenstreichungen noch nicht inbegriffen seien mögliche Synergien aus der Zusammenarbeit mit der Baden Bank-Württembergischen (BW Bank). - "Dort schlummern enorme Rationalisierungsreserven", meinte Sauer.

Das Betriebsergebnis der LBBW sank von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 375 Millionen Euro. Grund waren die gestiegene Risikovorsorge für Kredite und Abschreibungen auf Wertpapierbestände, die sich insgesamt auf 172 Millionen Euro verdoppelten. Vor Risikovorsorge wuchs das Ergebnis um knapp sieben Prozent auf 547 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss stieg um 8,5 Prozent, einen Einbruch gab es beim Ertrag aus Finanzgeschäften (minus 49 Prozent).

"Insgesamt sind wir zufrieden", sagte Sauer. Sollte sich die schwierige Marktlage noch verschärfen, könnte sich allerdings auch der Jahresüberschuss (2001: 470 Millionen Euro) rückläufig entwickeln. Die Bilanzsumme der Bank, die zu den zehn größten in Deutschland zählt, stieg leicht um drei Prozent auf 309 Milliarden Euro.

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