Ergebnis sinkt weniger als erwartet
Unilever überrascht die Börse

Der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever hat im dritten Quartal besser verdient als erwartet und damit für eine positive Überraschung an der Börse gesorgt.

ddp ROTTERDAM. Wie die Gruppe mit Sitz in London und Rotterdam am Freitag mitteilte, stieg das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf gut 2,1 Milliarden Euro. Wegen der Integrationskosten und Abschreibungen für den Lebensmittelkonzern Bestfoods sank allerdings das Ergebnis vor Steuern den Angaben zufolge um 32 Prozent auf gut eine Milliarde Euro. Damit wurden Analystenerwartungen leicht übertroffen. Die im Euro-STOXX 50 notierte Aktie legte bis 11.00 Uhr um 2,5 Prozent auf 59,20 Euro zu.

Der Umsatz des Unilever-Konzerns, dessen Produktportfolio von Haushaltsreinigern und Hygieneartikeln über Parfüms bis hin zu Knorr-Tütensuppen und Langnese-Eiskrem reicht, kletterte von Juli bis September um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 13,6 Milliarden Euro. Ohne Berücksichtigung der Zukäufe stiegen die Erlöse den Angaben zufolge um 5,3 Prozent.

Zu den Perspektiven im verbleibenden Geschäftsjahr äußerte sich der Unilever-Vorstand verhalten optimistisch: Das Unternehmen sei weiterhin zuversichtlich, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Zwar hätten sich die allgemeinen Bedingungen verschlechtert, das Unilever-Geschäft sei jedoch "naturgemäß" widerstandsfähig gegenüber konjunkturellen Schwankungen. Konkrete Angaben zu den Zielen machte das Unternehmen nicht. Unilever ist in 88 Ländern mit seinen Produkten vertreten. Der Konzern beschäftigt 245 000 Mitarbeiter, von denen 13 000 in Deutschland arbeiten.

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