Ergebnis soll verdoppelt werden
Telekom will Kabelnetz aufhübschen

Die Telekom will die Attraktivität ihres Fernsehkabelnetzes steigern. Dazu sollen möglicherweise die Preise erhöht, Stellen abgebaut und weitere digitale Programmangebote eingespeist werden.

vwd DÜSSELDORF. Mit diesen Maßnahmen stellt die Telekom potenziellen Investoren eine Verbesserung des operativen Geschäfts der Netze in Aussicht, die sich in einer Steigerung des betrieblichen Ergebnisses um 50 Prozent niederschlagen könnte.

Wie aus dem Konzern verlautete, wird über eine Anhebung der Entgelte im unteren zweistelligen Prozentbereich nachgedacht. Im internationalen Vergleich seien die Preise recht niedrig, heißt es. Das Kabelfernsehen sei seinerzeit sehr günstig eingeführt und die Entgeltstruktur gering gehalten worden. Die letzte Preiserhöhung liege rund fünf Jahre zurück. In ihren Verkaufspräsentationen habe die Telekom bereits darauf hingewiesen, dass sie hier Steigerungsmöglichkeiten sehe.

Offiziell erklärte die Telekom auf Anfrage, Entscheidungen zu Preismaßnahmen lägen nicht vor. Auch seien noch keine definitiven Beschlüsse über Stellenkürzungen gefallen, die in Absprache mit den Sozialpartnern zu treffen seien, sagte ein Unternehmensprecher weiter.

Aus den Unternehmenskreisen war aber zu hören, dass bei der Kabel Deutschland GmbH die Streichung von rund 600 auf etwa 2200 Stellen geplant sei. Von dem Arbeitsplatzbau und höheren Gebühren erwarte die Telekom jährlich ein um rund 50 Prozent höheres Ergebnis von Zinsen, Steuern und Abschreibungen von etwa 450 Millionen Euro. Weiter hieß es, auch über neue digitale Programme könnte das Kabel aufgewertet werden. Hier bestehe ein starkes Interesse der Sender.

In den Kreisen wurde betont, zum Teil handele es sich bei den Maßnahmen um bereits vor dem geplatzten Verkauf an Liberty Media geplante oder angedachte Schritte. Diese habe man auf Eis gelegt, als mit dem US-Investor verhandelt und ein vorläufiger Abschluss worden sei. Das Geschäft war durch ein Veto des Bundeskartellamtes im Februar dann doch nicht zu Stande gekommen.

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