Ergebnis steigt um rund 34 %
MLP verdient weniger als erwartet

Der Finanzdienstleister MLP hat in den ersten neun Monaten 2001 das Konzernergebnis vor Steuern um 34,2 % auf 69,0 Mill. Euro gesteigert und lag damit am unteren Rand der Analysten-Erwartungen.

ddp/rtr HEIDELBERG. Der Heidelberger Finanzdienstleister Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP) hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres weniger verdient als erwartet. Von Januar bis September stieg der Gewinn vor Steuern um 34 % auf 69 Mill. ? (135 Mill. DM), gab MLP am Donnerstag am Unternehmenssitz Heidelberg bekannt. Der Umsatz verbesserte sich den Angaben zufolge um 32 % auf 654,5 Mill. ?.

Analysten bewerteten die Ergebnisse als schlecht. Besonders enttäuschend sei der Umsatz ausgefallen, der im Vergleich zum zweiten Quartal um sieben Prozent zurückging, betonten die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart. Angesichts der verringerten Wachstumsraten und der hohen Bewertung der Aktie stuften sie den Titel von "Marketperformer" auf "Underperformer" herunter. An der Börse gewannen MLP bis 9.15 Uhr 0,1 % auf 79,85 ?.

Für das Gesamtjahr hält der auf Jungakademiker und junge Selbständige spezialisierte Finanzanbieter dennoch an seinen bisher veröffentlichten Prognosen fest. Demnach werde der Gewinn vor Steuern im Vergleich zu 2000 um 30 % auf 150 Mill. ? klettern, hieß es. Der bis zum Ende des dritten Quartals erreichte Vorsteuergewinn werde im vierten Quartal üblicherweise mehr als verdoppelt, betonte MLP zur Begründung. Zudem erwartet der Vorstand auch für 2002 ein unverändert hohes Expansionstempo des Konzerns. Dies schließe eine erhebliche Zunahme der Mitarbeiter- und Geschäftsstellen-Zahl ein, hieß es.

Langfristig werde sich die Geschäftsentwicklung auch auf den Aktienkurs niederschlagen, hieß es bei MLP. Nach der Aufnahme in den Dax im Juli war der Kurs bis September auf einen Tiefstand von 45 Euro gefallen nach einem bisherigen Jahreshoch von 147 Euro. Am Mittwoch hatten die Papiere mit 79,70 Euro geschlossen. Im September hatten Marktgerüchte über Unstimmigkeiten in der Bilanz die MLP-Aktien gedrückt. MLP hatte diese zurückgewiesen und dahinter taktisches Vorgehen spekulativer Anleger vermutet.

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