Ergebnis von rund 800 Mill. Euro
Allianz Sach bleibt unter eigenen Erwartungen

vwd MÜNCHEN. Die Allianz Sachversicherungsgruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Gesamtergebnis vor Steuern von 714,7 Mill. (Vorjahr: 1,08 Mrd.) Euro erwirtschaftet und blieb damit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Noch im Sommer 2000 hatte der Vorstandsvorsitzende der Allianz Versicherungs-AG, Reiner Hagemann für das Gesamtjahr ein Ergebnis von rund 800 Mill. Euro prognostiziert. Nach Steuern erwartet die Allianz Sach für 2000 nunmehr ein Gesamtergebnis von rund 420 (296) Mill. Euro, teilte Hagemann am Donnerstag in München mit. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Hagemann mit einem weiteren Zuwachs der Beitragseinnahmen, einem sinkendne Kostensatz und einem Ergebnis sowohl bei der Versicherungstechnik als auch bei Kapitalanlagen über dem Ergebnis 2000.

Außerdem dürfte sich nach Hagemanns Worten die sinkende Körperschaftsteuer positiv auf das Ergebnis für 2001 auswirken. Konkrete Prognosen für das laufende Jahr wollte er jedoch nicht nennen. Die Bruttobeitragseinnahmen 2000 stiegen um 2,7 % auf 9,672 (9,420) Mrd. Euro. Der Schadenaufwand erhöhte sich insgesamt um 4,9 % auf 7,167 (6,830) Mrd Euro. Den Anstieg begründete Hagemann mit Schadensnachmeldungen zu den Stürmen vom Jahresende 1999. So seien das gesamte Jahr 2000 über kontinuierlich noch Sturmschäden angezeigt worden. Selbst in der ersten Novemberwoche 2000 seien noch rund 150 Schäden aus den Stürmen des Vorjahres gemeldet worden.

3,4 Millionen neu abgeschlossene Verträge

Zudem hätten sich einige Sonderfaktoren negativ auf die Kosten ausgewirkt. So habe die Allianz Sach im abgelaufenen Jahr fast 200 Mill. Euro in die Stärkung des Vertriebs und den Ausbau der Informationstechnik verwendet. Außerdem nannte er vorgezogene Pensionsaufwendungen. Daher habe sich das versicherungstechnische Ergebnis nach Schwankungsrückstellungen n 2000 auf minus 75,6 Mill. Euro (Vj 153 Mill. Euro) verschlechtert. Das Umsatzwachstum wurde hauptsächlich von Kfz-Versicherungen (plus 2,7 %), der Haftpflichtversicherung (plus 2,2 %) und der Rechtsschutzversicherung (plus 3,2 %) getragen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge lag bei 3,4 (3,7) Mill..

Damit betreuen die Unternehmen der Allianz Sach zum Jahresende 44,8 Mill. Versicherungsverträge, 0,8 % weniger als Ende 1999. Die Schadenaufwendungen nahmen brutto um 337 Mill. Euro auf 7,167 Mrd Euro zu. Wie Hagemann erklärte, habe sich die Entwicklung "aber gedreht". Trotz der Hagelereignisse im Sommer seien weniger Schäden gemeldet worden als im Jahr zuvor. Der Buchwert der Kapitalanlagen der Allianz Sach lag mit 17,1 Mrd Euro ebenso auf Vorjahresniveau wie die Bewertungsreserven von 10,3 Mrd Euro. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen sei mit 852,2 Mill. Euro um 11,9 % hinter dem Ausnahmejahr 1999 zurückgeblieben.

Hagemann wollte keine Stellungnahme abgeben, ob mit der Münchener Rück Gespräche über die Reduzierung ihres Anteils an der Allianz Leben stattfinden.

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