Ergebnis wie erwartet
Gläubigerausschuss genehmigt Verkauf an Saban

Der Gläubigerausschuss der insolventen Kirch Media hat den Verkauf des Filmrechtehandels und der TV-Tochter Pro Sieben Sat 1 an den US-Investor Haim Saban wie erwartet genehmigt. Das Votum sei einstimmig erfolgt, teilte Kirch Media am Montag mit.

Reuters FRANKFURT. Saban hatte die Kaufverträge für die größte deutsche Senderfamilie und die umfangreiche Filmrechtebibliothek in den vergangenen beiden Wochen unterschrieben. In dem Gläubigerausschuss sind die vier Banken Bayern, Commerzbank, HVB Group und DZ-Bank sowie die US-Filmstudios Disney und Columbia vertreten. Den Transaktionen müssen nun noch die Kartell- und die Medienaufsichtsbehörden zustimmen.

Saban hatte den monatelangen Bieterwettstreit für die Kerngeschäfte des Medienimperiums von Leo Kirch mit einem neuen Angebot in der Endphase für sich entschieden und fasst damit als erster ausländischer Investor Fuß auf dem deutschen Medienmarkt. Insolvenzverwalter Michael Jaffe muss nun noch eine Vielzahl weiterer Kirch-Tochtergesellschaften wie das Deutsche Sportfernsehen (DSF) verwerten, die zusammen noch etwa 15 % des Gesamtvolumens ausmachen. "Die Arbeit ist noch längst nicht getan", erklärte Jaffe.

Die Bayerische Staatsregierung geht davon aus, dass Saban die Übernahme der insolventen KirchMedia und der Pro Sieben Sat 1 als langfristiges Engagement sieht. "Die Absicht ist ein dauerhaftes Engagement auf dem größten Medienmarkt Europas", sagte der für Medienpolitik zuständige Staatsminister Erwin Huber (CSU) am Montag in München. Saban, der mit Trickfilmen wie den "Power Rangers" ein Vermögen gemacht hat, habe glaubhaft versichert, er plane nicht lediglich einen vorübergehenden Einkauf. "Ich glaube Saban", fügte Huber hinzu.

In Branchenkreisen war spekuliert worden, Saban wolle sich womöglich nur kurzfristig engagieren, die Senderfamilie mit einem rigiden Sparkurs aufpolieren und nach ein paar Jahren wieder Gewinn bringend verkaufen.

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