Ergebnisprognose bleibt
Gericom nimmt Umsatzerwartung 2002 zurück

Der Notebookhersteller Gericom AG hat in den ersten drei Quartalen 2002 bei einem geringeren Konzernumsatz von 344,90 (379,95) Mill. Euro ein Betriebsergebnis (Ebit) von 18,16 (18,66) Mill. Euro erzielt. Den Periodenüberschuss nannte die nach US-GAAP bilanzierende Gericom am Donnerstag mit 14,09 (12,56) Mill. Euro.

Reuters WIEN. Für das Gesamtjahr nahm Gericom die Umsatzprognose auf 500 Mill. Euro von zuvor 540 Mill. Euro zurück. Der Jahresüberschuss 2002 werde aber weiterhin auf Vorjahresniveau erwartet, sagte Gericom-Finanzvorstand Gerhard Leimer.

"Ich denke, dass der Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau gehalten werden kann", so Leimer in einer Telefonkonferenz. Bei der Rücknahnme der Umsatzerwartung handle es sich um das "worst case Szenario", sagte Gericom-Vorstandsvorsitzender Hermann Oberlehner.

Begründet wurde die neue Umsatzerwartung mit Lieferengpässen bei Computerbauteilen. "Wir haben Aufträge, die mehr als 500 Mill. Euro zulassen", so Oberlehner.

Guter Oktober

Der Auftragsstand zum 30. September habe 95,2 (78,5) Mill. Euro ausgemacht. Auch der Oktober sei sehr gut gelaufen, so Oberlehner. Die Lieferengpässe betreffen laut Oberlehner nicht nur Gericom, sondern es gebe weltweit nicht genug Angebot. "Das ist generell, hat nichts mit Gericom zu tun", so Oberlehner.

Das Ebit habe sich im dritten Quartal 2002 bei einem Konzernumsatz von 133,92 (111,71) Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 8,28 (5,35) Mill. Euro verbessert, hatte das Unternehmen zuvor bekannt gegeben. Der Periodenüberschuss sei im Zeitraum Juli bis September 2002 auf 5,92 (3,66) Mill. Euro gestiegen.

Den Gewinn je Aktie nannte Gericom mit 0,54 (0,34) Euro für das dritte Quartal 2002 und mit 1,29 (1,15) Euro für die ersten neun Monate 2002.

Dividende geplant

Gericom wolle für 2002 wieder eine Dividende ausschütten, genaue Anagben zur Höhe wollten Oberlehner und Leimer nicht machen. Für 2001 hatte Gericom 0,65 Euro je Aktie ausgeschüttet.

2003 erwartet Leimer ein 15-prozentiges Wachstum bei Konzernumsatz, Ebit und Jahresüberschuss.

Gericom habe in den ersten neun Monaten 2002 die Ebit-Marge halten können. Ein Rückgang der Bruttomarge - die Umsatzerlöse abzüglich der Herstellungskosten - sei durch Verwaltungs- und Vetriebskosteneinsparungen ausgeglichen worden.

Vom Umsatz der ersten neun Monate 2002 seien 70 % in Deutschland erzielt worden. Aus einer Rückstellungsauflösung von drei Mill. Euro seien nach Abzug eines Aufwandes noch 1,8 Mill. Euro in das Ergebnis geflossen, erläuterte Leimer einen Sondereffekt.

Analysten positiv überrascht

Mit dem Neunmonats-Ergebnis liegt Gericom über den Erwartungen österreichscher Analysten. Die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG hatte das Gericom-Ebit der ersten drei Quartale mit 15,5 Mill. Euro und den Periodenüberschuss mit 12,4 Mill. Euro erwartet. Die Raiffeisen Centrobank AG war von einem Ebit von 15,7 Mill. Euro ausgegangen.

Gericom notierten am Neuen Markt zuletzt bei 10,95 (11,44) Euro. Im Jahresverlauf hat die Aktie damit rund 64 % verloren.

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